Die Förderung stützt sich auf drei Säulen
15.12.2010 | 16:15 Uhr 2010-12-15T16:15:00+0100
Bad Berleburg. (job) Welche weiterführende Schulform ist die richtige für mein Kind? Welche Angebote gibt es an der jeweiligen Schule? Dies sind Fragen, die sich womöglich viele Eltern, deren Kinder kurz vor dem Schulwechsel stehen, stellen.
Aufschluss auf viele solcher Fragen gab es am vergangenen Samstag beim Tag der offenen Tür der Realschule Bad Berleburg. Das primäre Ziel der Realschulen sei zum einen die Vorbereitung auf den Berufseinstieg, zum anderen aber auch auf den Wechsel auf’s Gymnasium, so Realschuldirektor Manfred Müller. Eines machte er jedoch von vornherein deutlich: „Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Realschüler, die unsere Empfehlung haben, die gymnasiale Oberstufe ohne größere Probleme durchlaufen.“
Nach dem Wechsel von der Grund- auf die Realschule befinden sich die Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der sechsten Klasse zunächst in der Erprobungsstufe. „Dort wird an das Grundschulwissen angeknüpft, viel wiederholt und wenig Neues gemacht“, so der Schulleiter in seinem Vortrag.
Neben Teamfähigkeit sei aber auch eine individuelle Förderung, die sich auf drei Säulen stützt, schon dort von großer Bedeutung: Zum einen das Lernen lernen, die Förderung von Begabungen und Interessen, aber auch die Förderung bei Leistungsdefiziten. Umgesetzt wird die individuelle Förderung nachmittags, nach der Mittagspause. Freiwillig können die Schüler dann auch an AGs, wie etwa Kochen, Fußball oder Fotografieren, teilnehmen.
In den Klassen sieben bis zehn stehen anschließend die Orientierung bei der Berufswahl und die Vorbereitung auf den Berufseinstieg im Vordergrund. Neben der Suchtprävention ist außerdem ein Betriebspraktikum Bestandteil des Lehrplans.
Eine Neuerung im Zuge der Schulreform gibt es im neuen Schuljahr allerdings auch: die Ganztagsschulpflicht. Wird sich der Tagesablauf an der Realschule Berleburg deshalb ändern? „Nein, wir bleiben eine Halbtagsschule“, unterstrich Müller im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Pflichtstunden, die durch die Ganztagsoffensive noch dazukommen, werden dann nachmittags nachgeholt. Die freiwilligen Nachmittags-Angebote blieben selbstverständlich bestehen, sagte Müller.
Nach dem Vortrag des Schulleiters, bestand für die Besucher außerdem die Möglichkeit die modernen Klassen- und Fachräume zu erkunden, wie immer mit genug Gelegenheit zum Mitmachen und Ausprobieren. Neu in drei Räumen sind sogenannte „Active-Boards“ von denen nächstes Jahr drei weitere angeschafft werden sollen, so Müller. Active-Boards sind im Prinzip digitale Tafeln, die wie ein Touchscreen bedient werden. Ihr Vorteil: Tafelbilder von vorigen Stunden können wieder aufgerufen werden und über einen Computer ist ein Internetzugang möglich. Ihr Nachteil: eine stolze Summe von 4000 Euro Kosten pro Stück. Modernisiert wird derweil auch die Pausenhalle, wo ein Schallschutz installiert wird, um ein angenehmes Lernklima zu gewährleisten.
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