Der kleine Traum vom Fliegen

Bad Laasphe..  Weißt Du, was ein „Cody“, „Barani“ oder Fliffis“ ist? Nein, das sind keine exotischen Gewürze, sondern spektakuläre Sprünge auf dem Trampolin. Du kennst sie nicht? Das macht nichts. Komm einfach zu einer Übungseinheit in einen Turnverein wie dem TV Laasphe und schau Dir ein paar Tricks an, wie das jetzt Mädchen und Jungen im Rahmen der Bad Laaspher Ferienspiele machten.

Da sagt man Dir, dass ein „Barani“ ein Vorwärtssalto mit halber Schraube und ein „Fliffis“ ein Doppelsalto vorwärts gebückt mit halber Schraube im zweiten Salto sind. Ganz schön spektakulär, oder? Die ersten Sprünge im Anfängerbereich beginnen jedoch mit einfachen Elementen wie Sitz, Hocke, Grätsche und steigern sich im Leistungsbereich zu Sprungkombinationen.

Die Schwerkraft überwinden

„Nirgends lernen Kinder so leicht und spielerisch motorische Grundfertigkeiten wie auf dem Trampolin“, erzählt uns Übungsleiter Ingo Lenz.

Aus diesem Grund empfehlen gerade Sportpädagogen und Sportärzte, Kindern das Springen auf der federnden Unterlage. Trampolin-Turnen fördert und schult die im alltäglichen Leben so wichtigen koordinativen Fähigkeiten wie Gleichgewichtssinn und räumliche Orientierung.

Bei der von uns besuchten Übungseinheit zeigten sich die Kinder so begeistert vom Springen auf dem Trampolin, dass sie nach den ersten Sprungversuchen gar nicht mehr vom Gerät absteigen wollten. Der Reiz liegt wohl darin, dass Trampolinspringen einen kleinen Traum vom Fliegen vermittelt – und es dabei zu gelingen scheint, die Schwerkraft zu überwinden. Ingo Lenz achtet besonders darauf, dass je nach Übung höchstens zwei bis drei Kinder gleichzeitig auf dem Trampolin sind, damit Zusammenstöße vermieden werden.