Der Bagger mit der schweren Abrissbirne ist da

Reste aus der Produktion wie diese Schuhspanner wandern in den Müll.: Die meisten Gebäude der Schuhleistenfabrik Hartmann werden in Kürze dem Erdboden gleich gemacht.
Reste aus der Produktion wie diese Schuhspanner wandern in den Müll.: Die meisten Gebäude der Schuhleistenfabrik Hartmann werden in Kürze dem Erdboden gleich gemacht.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Wenn der Müll getrennt ist, wird in Arfeld die ehemalige Schuhleistenfabrik Hartmann dem Erdboden gleich gemacht

Arfeld..  Der Abriss der Industriebrache Hartmann im Arfelder Stedenhof kommt allmählich in Fahrt. Acht Bauwerker sind zurzeit im Inneren der weitläufigen Gebäude dabei, die alten verrosteten Fassungen der Neonröhren abzuschrauben. Mülltrennung ist vorgeschrieben.

Während die Kollegen sich auf mehreren Ebenen durch die Hallen schrauben, präpariert draußen Baumaschinist Jürgen Sada (TG Umwelttechnik, Büren) seinen Bagger. Die Abrissbirne und der schwere Spreizer warten noch am Boden auf ihren Einsatz.

Begonnen wird dorfseitig am Obergeschoss; das Längsgebäude direkt an der Stedenhofstraße bleibt zunächst noch stehen, wird erst später abgerissen, erklärt Sada. Für ihn und seine Kollegen stellt diese Baustelle „keine besondere Herausforderung“ dar. „So etwas machen wir täglich“. Daher gehört es auch zur Routine, wenn der rückwärtige Teil der Fabrik – er bleibt teilweise erhalten – mit einer Trennscheibe vom Ziegelmauerwerk abgetrennt wird.

Schuhspanner gehen in den Müll

Karl-Heinz Gräf ist Prokurist der TG Umwelttechnik GmbH. Er erläutert im Gespräch mit unserer Lokalredaktion das weitere Procedere: „Wir trennen zunächst die Dachpappe, die aus der Produktion übrig gebliebenen Schuhspanner, Rigips und Schadstoffe von einander. Damit werden wir in dieser Woche beschäftigt sein.“ Danach beginne der eigentliche Abbruch, sagt Gräf. „Mit den Betonscheren der Bagger bereiten wir den Betonbauschutt zum Verkleinern auf und arbeiten uns peu á peu vor.“ Rund drei Wochen veranschlagt der Prokurist aus dem Paderborner Land für den gesamten Abriss der alten Industriegebäude.

Für sein zehnköpfiges Bauteam, das übrigens die Woche über ein Zimmer in Bad Berleburg bezogen hat, sei der Einsatz in Arfeld „normales Alltagsgeschäft. Da kennen wir andere Dinge. In Arfeld müssen wir ja nicht sprengen.“ Stattdessen rattern die Baumaschinen wie der 60 Tonnen Longfront-Bagger, ein 40 Tonnen Cutter und ein weiterer 40 Tonnen Bagger.