Den Tag der Pflege zur Visite genutzt

Leiter Carsten Rau (li.)stellt sich den Fragen der Politiker Heinz Georg Grebe, Fritz Hoffmann,  Karl Ludwig Völkel, Heinz Josef Linten und Carsten Dreisbach (von links).
Leiter Carsten Rau (li.)stellt sich den Fragen der Politiker Heinz Georg Grebe, Fritz Hoffmann, Karl Ludwig Völkel, Heinz Josef Linten und Carsten Dreisbach (von links).
Foto: WP

Erndtebrück..  Passend zum Tag der Pflege haben Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel und seine Ratskollegen Fritz Hoffmann, Heinz-Josef Linten, Carsten Dreisbach und Heinz-Georg Grebe dem Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt an der Struthstraße einen Besuch abgestattet.

Engagiertes Personal

„Die Belegung der insgesamt 72 Plätze liegt bei aktuell 74 Prozent, hatte Einrichtungsleiter Carsten Rau zuvor schon ausgerechnet. Da ist zwar noch Luft nach oben, aber die Zahl liegt schon vier Prozentpunkte besser als er seinen Dienst im Februar angetreten hat. Woher kommt die Vakanz? Personell ist das Haus sehr gut aufgestellt. So fordert der Gesetzgeber einen Mindestanteil an examinierten Kräften von 50 Prozent, im Seniorenzentrum sind es stolze 59 Prozent“, konnte der Leiter ebenfalls vermelden. Dass engagiertes Personal immer wichtiger ist, belegt noch eine andere Zahl. Über 50 Prozent der Heimbewohner sind dementiell erkrankt, und dabei reden die Verantwortlichen nicht nur von Hochbetagten. Ingrid Heckhäuser, zuständig für den Pflegebereich, betreut mit ihrem Team Betroffene, die gerade mal über 60 Jahre sind.

Einrichtung ihrer Zeit voraus

Eines der wichtigsten Ziele des AWO-Seniorenzentrums lautet: Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen sich wohl fühlen, deshalb dürfen sie auch ihre eigenen Möbel mitbringen, erläutert Sabine Rothenpieler vom Sozialen Dienst. Sie setzt auf volle Integration und deshalb wird auch Wohngruppen übergreifend gearbeitet. Auch zu diesem Zweck nimmt der Personal regelmäßig an Fortbildungen teil.

Die Einrichtung ist ihrer Zeit auch in anderen Sparten voraus. „Der Gesetzgeber schreibt bis zum Jahr 2018 eine Einzelzimmerquote von 80 Prozent vor, und die haben wir schon“, machte Carsten Rau beim Rundgang durch das Haus deutlich. Auch die Außenanlage haben die Politiker in Augenschein genommen. Hier wurde noch etwas deutlich: „Die Bewohner sollen in das dörfliche Leben integriert werden“, so der Einrichtungsleiter und Sabine Rothenpieler übereinstimmend.

Weitere Ehrenamtliche nötig

Dafür ist die Infrastruktur herrvorragend geeignet. Alle wichtigen Geschäfte und Institutionen sind fußläufig zu erreichen. Aber auch das Rahmenprogramm ist wichtig, und hier nennt die Vertreterin vom Sozialen Dienst vor allem „Singen und Musizieren“. Ein Punkt muss aber noch verbessert werden.

Bislang ist die Cafeteria nur an ganz wenigen Tagen in der Woche geöffnet. Das Team der AWO würde sich deshalb über weitere Ehrenamtliche freuen, die in der Gastronomie mit anpacken könnten.