Chancen für Hauptschüler

Bad Berleburg. Das Lehrerkollegium der Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule war zu Gast bei BSW, um sich über das Unternehmen und mögliche Ausbildungsstellen für Bad Berleburger Hauptschulabsolventen zu informieren. Nach einer kurzen Vorstellung der Struktur und des Produktspektrums des Unternehmens durch Geschäftsführer Ulf Pöppel lag der inhaltliche Schwerpunkt des eineinhalbstündigen Gesprächs auf den Möglichkeiten bei BSW eine Berufsausbildung zu machen.

Dabei positionierten sich die Ausbildungsleiter Dirk Pöppel und Meik Womelsdorf eindeutig. „Wir bilden Berleburger Hauptschüler aus, und haben mit ihnen bisher gute Erfahrungen gemacht. Wir bilden auch junge Frauen in den Bereichen Produktion und Logistik aus, was bisher eine reine Männerdomäne war. Und selbstverständlich bilden wir gern auch ausländische Bewerber aus, gleich welcher Herkunft. Wichtig ist nur, dass sie die notwendige Qualifikation mitbringen. Wenn es die Gesetzeslage zuließe, würden wir auch junge Frauen und Männer ausbilden, die als Asylbewerber oder Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind.“

Guter Verdienst

Dirk Pöppel räumte mit dem Vorurteil auf, dass Berufe in Produktion und Transportwesen sich nicht für Frauen eignen oder schlecht bezahlt würden. „Eine Maschinen- und Anlagenführerin bekommt bei uns genauso viel Lohn wie ein durchschnittlich qualifizierter Mitarbeiter im Büro. Selbst unsere Auszubildenden verdienen so viel wie manch ein ausgelernter Mitarbeiter in einer anderen Industrie- oder Dienstleistungsbranche.“

Wegen des bei BSW in den kommenden Jahren anstehenden Generationenwechsels in vielen Teilen der Belegschaft haben Auszubildende bei BSW sehr gute Chancen, später in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen zu werden. BSW wird jetzt und in Zukunft, so Pöppel, für Hauptschüler und –schülerinnen verstärkt Ausbildungen zum Maschinen- und Anlagenführer, zur Fachkraft Lagerlogistik und zum Berufskraftfahrer anbieten. Bewerbungen sind dem Unternehmen stets willkommen.

Ab August wird BSW 32 Auszubildende für insgesamt neun Berufe beschäftigen.