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Wisent-Ansiedlung

CDU-Kreistagsfraktion regt 'Ideen-Werkstatt' an

15.02.2010 | 19:00 Uhr

Bad Berleburg. „Die Wisent-Ansiedlung in Wittgenstein bietet für die Region erhebliche Chancen, die wir nutzen sollten”, sagt Werner Schulte, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. Er schlägt deshalb die Bildung einer 'Ideen-Werkstatt' mit allen relevanten Akteuren vor.

Es komme jetzt darauf an, ein breit angelegtes Handlungskonzept für die Region zu entwerfen. Hierbei seien die naturschutzfachlichen, die wirtschaftlichen, vor allem aber auch die touristischen Aspekte umfassend einzubeziehen. Die CDU schlage daher vor, zu dieser Ideen-Werkstatt neben den politischen Repräsentanten vor allem Vertreter des Hotel- und Gaststättengewerbes, der Tourismusbranche insgesamt, der Verbände und Gewerkschaften sowie der Universität, der Vereine und naturschutzfachlichen Vereinigungen einzuladen. Das Ziel müsse darin bestehen, möglichst schnell ein übergreifendes Vermarktungskonzept zu erstellen.

Es sei der erklärte Wille des Kreises Siegen-Wittgenstein, mit seinem Waldanteil von rund 70 Prozent noch stärker zu werben. Mit dem Rothaarsteig sei es gelungen, einen touristischen Anziehungspunkt zu entwickeln, der weit über unsere Region hinaus wirke.

Wisente als Ankerpunkt

Nach dem Willen der CDU müsse die heimische Tourismuswirtschaft in den kommenden Jahren darauf ausgerichtet werden, um diesen Ankerpunkt herum einige wenige, jedoch qualitativ hochwertige touristische Angebote zu entwickeln. Die Wisente könnten sich sicherlich hervorragend hierfür eignen. Wenn man ihre Ansiedlung vernünftig und breit vermarkte, würden sie sich in den kommenden Jahren sicher zu einem weiteren Highlight der heimischen Tourismuswirtschaft entwickeln lassen.

Insgesamt gehe es darum, auch ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass die Wisent-Ansiedlung die fast einmalige Gelegenheit für die Region biete, ein Alleinstellungsmerkmal auszuprägen. Die politische Entscheidung für das Projekt sei getroffen, der „Point of no return” lange überschritten. Daher mache es auch keinen Sinn, nunmehr permanent die Projektidee zu hinterfragen und zu kritisieren. Vielmehr müsse es jetzt darum gehen, „nicht zu kleckern, sondern zu klotzen”.

Kultur Pur

Schulte erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass auch bei der erstmaligen Durchführung von Kultur Pur zu Beginn der 90er Jahre in der Region immer wieder Zweifel geäußert worden seien. Mittlerweile habe sich gezeigt, dass die damalige Entscheidung Weg weisend und Profil gebend für Siegen-Wittgenstein und weit darüber hinaus gewesen sei. Er sei sicher, dass der Wisent-Ansiedelung in 10 bis 15 Jahren nahezu derselbe Stellenwert beigemessen werde. Je intensiver man an deren Vermarktung jetzt arbeite, desto schneller werde dies gelingen.

Redaktion Wittgenstein

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