Bürgerradweg soll Ederradweg ergänzen

Rüdiger Grebe ist einer der Ehrenamtlichen, die an einer neuen Infrastruktur für das Radwegenetz Bad Berleburg arbeiten. Die Beschilderung - wie hier "Zu den Gründen" an der Eder in Alt-Aue - wird komplett erneuert.
Rüdiger Grebe ist einer der Ehrenamtlichen, die an einer neuen Infrastruktur für das Radwegenetz Bad Berleburg arbeiten. Die Beschilderung - wie hier "Zu den Gründen" an der Eder in Alt-Aue - wird komplett erneuert.
Foto: WP

Bad Berleburg..  Das Radwegenetz im Bereich der Stadt Bad Berleburg soll verbessert, die gesamte Infrastruktur mit dem Ziel einer Zertifizierung in 2016/17 entwickelt werden. Einher gehen soll mit der Realisierung mehrerer Ziele natürlich auch die Steigerung der Attraktivität Bad Berleburgs für diese Zielgruppe – sprich: das Angebot an Radwegen mit Alleinstellungsmerkmalen soll zusätzliche Touristen anziehen.

Viel Lob im Internet

Eine dieser Routen bietet der Ederradweg, den der pensionierte Lehrer und heute ehrenamtlich für die Stadt als Wanderbeauftragter arbeitende Rüdiger Grebe aus Dotzlar, Mitte der 1990er Jahre als viel beachtetes Projekt der damaligen Hauptschule (heute Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule) von der Quelle der Eder bis zur Mündung mit seinen Schülerinnen und Schülern entwickelt hat.

Die absolute Naturnähe der Strecke hat sich längst bei Kennern der Szene herumgesprochen. „Viel Lob auf einschlägigen Seiten im Internet sprechen eine eindeutige Sprache,“ weiß Wolfgang Grund, städtischer Abteilungsleiter In­frastruktur und Erholung, „das ermutigt uns, in diese Richtung weiter zu denken.“

Gleichzeitig ist aber auch erkannt worden, dass nicht zuletzt durch Abfahrten von tonnenschwerem Kyrill-Holz manche Teilstücke des Vorzeige-Weges gelitten haben und konträr zu einer erneuten Zertifizierung stehen. Neben dem Bereich zwischen Ederquelle und Erndtebrück zählt dazu auch das Teilstück zwischen Aue und Berghausen. Und genau dafür zeichnet sich nun ein neues, Beispiel gebendes Projekt ab: der Bürgerradweg.

Am Bahndamm entlang

Im Gespräch mit unserer Lokalredkation beschreibt Rüdiger Grebe das wohl durchgeplante Vorhaben so: „Dieser Bürgerradweg stellt eine eindeutige Verbesserung des Ederradweges mit neuer Führung von Alt-Aue dar.“ Demnach geht es künftig über einen weitgehend asphaltierten und absolut flachen Weg unmittelbar am SAB-Werk vorbei und am Bahndamm entlang in Richtung Preisdorf-Brücke.

Unterwegs zählt das Renaturierungsgebiet der Eder als neuer, besonderer Höhepunkt oberhalb der Brücke. Von dort ist übrigens ein Abstecher zum Gasthof Grünewald fahrbar.

Der bildet mit dem Hof Kilbe gleich zwei gastronomische Einrichtungen am Bürgerradweg. Der verdient diesen Namen, weil Mitglieder des Dorfvereins Aue-Wingeshausen als aktive Partner mit ins Rad greifen und helfen, diesen Weg auch für den Alltagsverkehr der Einheimischen nützlich zu machen.

Ohne Zertifizierung uninteressant

Ohne eine Zertifizierung, das wissen alle beteiligten Akteure, sind die Angebote für auswärtige Radtouristen allerdings völlig uninteressant. Deshalb soll eine weitere Voraussetzung für das Qualitätsmerkmal, nämlich eine neue, im Wortsinn „Weg weisende“ Beschilderung angebracht werden. Dafür war Grebe drei Tage lang entlang der Eder – von Altenteich bis zur hessischen Landesgrenze – unterwegs und hat den Bedarf festgelegt. Bereits im kommenden Frühjahr sollen die alten Schilder an dieser Strecke verschwinden und neuen Platz machen.