Bis zum nächsten Jahr

Bad Berleburg/Schüllar-Wemlighausen..  „Bis morgen Abend“, so wurde sich oft an den Adventsfenstern verabschiedet. Tag für Tag öffneten Gemeindeglieder der Evangelischen Kirchengemeinde in der Kernstadt und in Schüllar-Wemlighausen ein Fenster und für die Menschen, die sich davor versammelt hatten einen ganz besonderen Adventskalender.

So war halb sieben für manche ein fester Abendtermin, viele andere kamen dazu, wenn der Ort bei ihnen in der Nachbarschaft lag oder sie die Personen kannten. Vorher hatte man Zeit für Gespräche und oft noch lange nachdem das Fenster wieder geschlossen wurde. Dann häufig versorgt mit Punsch und Keksen. Immer hatten sich die ausrichtenden Personen etwas Besonderes einfallen lassen: Die Fenster waren einladend und einfallsreich dekoriert. Oft konnte man schon aus dem angebrachten Schmuck auf das inhaltliche Thema schließen, wenn etwa dort ein großer Herrnhuter-Stern leuchtete oder eine Lutherfigur aufgestellt war, die eine Nikolausmütze trug.

Gelesen, gesungen und musiziert

Es wurden Geschichten vorgelesen und ganz persönliche Adventserfahrungen erzählt, gemeinsam und solistisch gesungen, mit Flöten, Akkordeon, Piano und Posaunen musiziert. Es gab Rätsel zu lösen und Gedichte zu hören und vieles mehr. An jedem Abend konnte man ein glanzvolles Stück Advent erleben.

Bereits zum fünften Mal

Am 23. Dezember, als sich das letzte Fenster am Lamastall im Abenteuerdorf Wittgenstein schloss , war deshalb allen klar: „Bis morgen am Fenster“ geht nicht mehr, aber ganz sicher „Bis nächstes Jahr am Fenster“. Denn der lebendige Adventskalender, der nun schon zum fünften Mal in Berleburg stattfand, ist ja schon eine kleine Tradition und soll unbedingt fortgeführt werden.