Bilder zu Liebe und Freundschaft

Bad Laasphe..  Die Tanz- und Theatergruppen der Klassen 6 des Städt. Gymnasiums brachten unter der Leitung von Katja Menzenbach und Katharina Molly Lang in der Aula der Schule ihren, auf der Grundlage der Komödie William Shakespeares basierenden „Sommernachtstraum“ zur Aufführung.

Traum und Wirklichkeit, Sein und Schein, Menschen- und Elfenwelt: Wenn das fahle Mondlicht durch die Wipfel der Bäume fällt, verwischen dabei die Grenzen. Der Troll schwingt den Zauberstab und lässt die Liebenden durch das Dunkel der Nacht taumeln. Die bekannte Komödie des großen Engländers wurde von der Theatergruppe umgeschrieben, neu interpretiert und gemeinsam mit Gesangs- und Instrumentalsolistinnen sowie den Mitgliedern der Tanzgruppe mit viel Engagement in Szene gesetzt.

In die Wälder rund um Athen

Bei ihrem Weg durch die Gemütswelt begaben sich die jungen Akteure auf die Suche nach eigenständigen „Bildern“ zu den Themen Liebe, Freundschaft und ihren Variationen. Man nahm die Zuschauer mit in die Wälder rings um Athen, wo es sowohl in der Welt der Menschen als auch in der der Elfen und Kobolde zu verwicklungsreichen Geschehnissen kommt. Und sie gelang, die Reise in die Traumwelt, in die faszinierende Geschichte um die Paare Theseus, Herzog von Athen, und Hippolyta, Königin der Amazonen sowie Hermia und Lysander, Demetrius und Helena.

Man brauchte nicht viel, um sich der Wirklichkeit des Jahres 2015 im Tausch gegen einen Ausflug in die Welt von Oberon, König der Elfen, und Titania, Königin der Feen, zu entziehen. Träumen ist gesund, regeneriert, gibt neue Kraft für den Alltag. Nicht nur Kinder besitzen Phantasie, können mit ihr über Berge und Meere reisen. Bei Erwachsenen muss sie, weil oft in vielen Jahren verschüttet, nur geweckt werden.

Und das gelang neben dem Theaterspiel auch durch eine dem Alter der Darsteller angepasste Choreographie mit Tänzen verschiedener Stilrichtungen, die Schülerinnen und Schülern des Tanzkurses im zweiten Halbjahr größtenteils selbstständig entwickelt hatten. Zudem wurden einige Szenen durch die ausgezeichneten Solistinnen Sara Benfer und Pauline Vorbau (Piano) sowie Fabienne Müller und Sarah Marie Lehmann (Gesang) untermalt.

Gelungenes Bühnenbild

Den stimmungsvollen Rahmen für das Spiel des Ensembles lieferte das gelungene Bühnenbild, das auf zwei Ebenen zum Happy-End im Menschen- und Elfenreich führte. Den passenden Spruch dazu liefert natürlich Shakespeare: „Auf jedes Töpfchen passt ein Deckelchen!“

Von Anfang an nahm das fantastische Traumspiel Fahrt auf, ließen sich die jungen Mimen von der Lust am Agieren mitreißen und verzauberten das Publikum im voll besetzten Theatersaal.

Die rund 50 Mitwirkenden vor, auf und hinter der Bühne hatten sich den prasselnden Applaus für diese gelungene Aufführung wirklich verdient. Wer neben dem Schulstress so eine Aufführung hinlegt – Kompliment!