Betrunken am Steuer eingeschlafen

Bad Berleburg..  Wegen vorsätzlicher Trunkenheit im Straßenverkehr hat das Amtsgericht Bad Berleburg einen 45-Jährigen zu einer Geldstrafe in Höhe von 350 Euro verurteilt und eine Führerschein-Sperrfrist von sechs Monaten verhängt. Mitte September hatten zwei Streifenbeamte den Laaspher schlafend in einem Pkw vorgefunden, ein Bluttest ergab einen Promille-Wert von 1,36. Der Mann hatte zuvor Berufung gegen das erste Urteil eingelegt.

Schutzbehauptung

Auf einem Privatweg in einem Waldstück hatte der Familienvater seinen Dienstwagen geparkt, ehe die Polizisten ihn am frühen Morgen auffanden. Die leuchtenden Rücklichter des Pkw hatten die Beamten auf ihn aufmerksam gemacht. Seine Ausführungen, er habe auf dem Privatweg gehalten, um seine Notdurft zu verrichten, dann stundenlang Hirsche bei der Brunft beobachtet und dann erst mit dem Trinken mehrerer Flaschen Starkbier begonnen, tat der Richter als Schutzbehauptung ab.

Laut übereinstimmenden Zeugenaussagen der Polizisten habe der 45-Jährige bereits an jenem Morgen eingeräumt, während der Fahrt mit dem Trinken begonnen zu haben, einige Tage nach der Tat soll er auf der Wache seinen Fehler eingestanden haben. Zudem ist er angeschnallt vorgefunden worden, Pkw-Motor und Auspuff wiesen Restwärme auf. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft bemängelte, dass sich der nicht vorbestrafte Laaspher im Laufe der Verhandlung nicht geständig gezeigt hatte.