Besonders belastbarer OP-Tisch und Herz-Ultraschallgerät

Frankenberg..  Die Sicherheit der Patienten steht im Mittelpunkt – und in gleich zwei Behandlungsschwerpunkten trägt der Förderverein des Kreiskrankenhauses mit einer beachtlichen Spende zu mehr Sicherheit bei: Einen symbolischen Scheck über 80 000 Euro übergaben jetzt Vorsitzender Dr. Harald Schmid und Kassierer Günther Seip an Geschäftsführer Ralf Schulz.

Die Summe stammt nicht nur aus den Jahresbeiträgen der 236 Vereinsmitglieder, sondern auch aus großzügigen Spenden von Unternehmen und Privatpersonen, erläuterte Schmid. Insgesamt hat der Verein damit in den vergangenen Jahren 470 000 Euro an das Krankenhaus übergeben.

Das Geld ist für zwei Projekte gedacht, von denen eines schon umgesetzt ist. Dabei handelt es sich um die Ausweitung der bariatrischen Chirurgie am Kreiskrankenhaus – also der Behandlung krankhaft übergewichtiger Menschen. Das Krankenhaus hat eine spezielle Schleuse zum OP und einen Operationstisch einbauen lassen, die mit bis zu 350 Kilogramm Gewicht belastbar sind – bisher lag die Obergrenze bei 180 Kilo.

Außerdem gibt es in der Klinik mittlerweile Betten, sanitäre Anlagen, Rollstühle, Blutdruckmanschetten und OP-Hemden, die auf die besonderen Bedürfnisse stark übergewichtiger Patienten angepasst sind. Denn auch vermeintliche Kleinigkeiten wie ein passendes OP-Hemd seien wichtig, damit sich diese Patienten nicht diskriminiert fühlten, betonte der Chefarzt der Chirurgischen Abteilung, Dr. Alfred Cassebaum. Die neue Ausstattung komme aber nicht nur Menschen zugute, für die eine Magenverkleinerung oder ein Magenbypass in Frage kommt, sondern auch schwergewichtigen Patienten aus anderen Abteilungen – etwa der Orthopädie oder der Gynäkologie. Insgesamt 90 000 Euro hat das Krankenhaus für die Spezialausstattung investiert – ein Teil davon kommt nun durch den Förderverein zurück.

Ein weiterer Teil der Spende fließt in das 100 000 Euro teure neue Herz-Ultraschallgerät, das Anfang des Jahres in der Medizinischen Abteilung installiert wird. Damit sind Untersuchungen des Herzens möglich, wie sie das Kreiskrankenhaus bisher nicht leisten konnte – und auch keine andere Institution in der Umgebung. Das nächste Gerät befindet sich nach Angaben von Chefärztin Dr. Elisabeth Pryss in Marburg.

Aussagekräftige Bilder

Durch die Technik ist eine dreidimensionale Rekonstruktion des Herzens möglich; sie zeigt genaue und aussagekräftige Bilder von Herzklappen oder -wänden. Zudem können die Ärzte untersuchen, wie das Herz unter Belastungen reagiert – eine sogenannte Stress-Echokardiographie. Dank des Herz-Ultraschallgerätes können in manchen Fällen Herzkatheter-Untersuchungen vermieden werden, nannte Elisabeth Pryss einen großen Vorteil der neuen Technik.

Geschäftsführer Ralf Schulz dankte Schmid und Seip für die Spende: „Das ist kein Pappenstiel – gerade in Zeiten, in denen das Haus finanziell angeschlagen ist.“