Berleburg hilft Hatzfeld bei Wasserversorgung

Der Tiefbrunnen im Elsofftal liefert der Stadt Hatzfeld viel zu wenig Trinkwasser. „
Der Tiefbrunnen im Elsofftal liefert der Stadt Hatzfeld viel zu wenig Trinkwasser. „
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Weil in Hatzfeld das Wasser knapp geworden ist, hat der dortige Bürgermeister Dirk Junker den Notstand ausgerufen und Autowaschen oder Blumengießen im Garten verboten. Jetzt soll die Stadt Bad Berleburg helfen.

Beddelhausen..  Weil in Hatzfeld das Wasser knapp geworden ist, hat der dortige Bürgermeister Dirk Junker den Notstand ausgerufen und Autowaschen oder Blumengießen im Garten verboten. Jetzt soll die Stadt Bad Berleburg helfen.

„Wir stehen Gewehr bei Fuß“, erklärt Achim Vorbau, Technischer Leiter der Stadtwerke Bad Berleburg. Seinen Angaben zufolge war es von den hessischen Nachbarn zunächst geplant, von einem Oberflurhydranten an der Kläranlage in Beddelhausen mit einer provisorischen, etwa 1,5 Kilometer langen Leitung über Feuerwehrschläuche das kostbare Nass bis zum Hatzfelder Wassernetz am Hof Schafhort zu transportieren – von dort bis zum Tiefbrunnen (Pumpwerk) im unteren Elsofftal aus. „Das hat sich aus hygienischen Gründen erledigt“, erklärte am Donnerstag Bürgermeister Dirk Junker (47) unserer Lokalredaktion: „Wir müssen jetzt eine drei Kilometer Schlauchleitung von Beddelhausen bis zum Tiefbrunnen verlegen. Aber erst am Montag haben wir ausreichend Schläuche. Dann wird mit dem Bau der Notversorgung begonnen. Wenn sie steht, muss das Wasser einen Tag lang desinfiziert werden, bevor es in unseren Hochbehälter eingespeist wird.“

Danach bekommen die Hatzfelder dann einen Wassermix aus ihren eigenen Quellen und aus der Obernau-Talsperre.

Die Hessen hoffen unterdessen auf die Fertigstellung der stationären Leitung von Elsoff nach Hatzfeld; denn die Notversorgung über die Schläuche, so befürchtet Bürgermeister Junker, „friert uns im Winter kaputt“.