Bergstraße: Gemeinde will Anliegern helfen

Die Bergstraße in Erndtebrück. Die Anwohner fordern Verkehrsberuhigung.
Die Bergstraße in Erndtebrück. Die Anwohner fordern Verkehrsberuhigung.
Foto: WP

Erndtebrück..  Die Anlieger der Bergstraße lassen nicht locker: Sie wollen die Verkehrsberuhigung der viel frequentierten Straße auf jeden Fall durchsetzen. In einem Bürgerantrag hatten sie ihre Argumente dafür noch einmal zusammengefasst. Der wurde im Bauausschuss vorgestellt - allerdings in einer Sitzungsuntebrechung, weil er, so kritisierte Heinz-Georg Grebe (FDP) nach der Hauptsatzung und der Gemeindeordnung eigentlich in den Hauptausschuss gehört hätte. Dort könnte auch darüber abgestimmt werden.

Thema an der Uni

Notwendig werden wird das wahrscheinlich aber nicht. Denn Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel verwies darauf, dass bereits Kontakt mit der Universität Siegen aufgenommen worden sei. Dort soll das Thema Verkehrsberuhigung Bergstraße wahrscheinlich in einer Bachelorarbeit aufgegriffen werden.

Wie und ob solche Planungen von der Regionalniederlassung Straßen NRW unterstützt werden könnten, darüber gibt es bislang noch unterschiedliche Auskünfte. Die Anwohner hätten, so Anwohner-Sprecherin Karin Weyandt, von deren Leiter, Ludger Siebert, die Auskunft erhalten, dass durchaus Möglichkeiten zu einer Verkehrsberuhigung beständen, wenn dies denn von der Gemeinde gewünscht werde. Die Verwaltung war bislang immer davon ausgegangen, dass der Landesbetrieb bauliche Maßnahmen nicht unterstützt. Auch die Frage, ob denn Straßen NRW zu einem Gesprächstermin im November nach Aussagen von Ludger Siebert gar nicht eingeladen worden war, konnte bei der Sitzung des Ausschusses nicht abschließend geklärt werden.

Gleichwohl versicherte Bürgermeister Völkel den Anliegern: „Die Unterstützung von Rat und Verwaltung ist da.“ Es werde auf jeden Fall noch einmal ein Gespräch mit der Behörde geben. Völkel stellte auch die ersten groben Eckdaten einer Verkehrszählung des Kreises vor (siehe Kasten).

Danach hätte gegenüber einer 2012 durchgeführten Zählung entgegen den Vermutungen der Anlieger der Verkehr nicht deutlich zugenommen. Die Zahl der Fahrzeuge, die mit über 60 km/h deutlich zu schnell aus Richtung Benfe zum Erndtebrücker Ortskern unterwegs sind, hätte sich danach sogar fast halbiert.