Bei Henkels ist der Garten keine Privatsache

Walter und Else Henkel aus Saßmannshausen gehören der Gruppe "Gärten für Zaungucker" an. Jetzt öffneten sie zum wiederholten Mal ihren Garten für interessierte Besucher.
Walter und Else Henkel aus Saßmannshausen gehören der Gruppe "Gärten für Zaungucker" an. Jetzt öffneten sie zum wiederholten Mal ihren Garten für interessierte Besucher.
Foto: WP
Er ist das farbenfrohe Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit und Liebe zur Pflanzenwelt: der Garten von Else und Walter Henkel in Saßmannshausen. Bereits zum elften Mal gewährte das Ehepaar jetzt interessierten Besuchern Einblicke in eine Welt von Rosen, Stauden, Funkien und vielen weiteren botanischen Blickfängen.

Saßmannshausen..  Er ist das farbenfrohe Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit und Liebe zur Pflanzenwelt: der Garten von Else und Walter Henkel in Saßmannshausen. Bereits zum elften Mal gewährte das Ehepaar jetzt interessierten Besuchern Einblicke in eine Welt von Rosen, Stauden, Funkien und vielen weiteren botanischen Blickfängen. Mehrere Hundert Interessierte kamen. Sie nutzten bei hochsommerlichem Wetter die Möglichkeit, sich inspirieren zu lassen und Erfahrungen auszutauschen.

Ein Paradies für Insekten

Walter Henkel ist froh, dass sich in dem in Hanglage angelegten Garten nicht nur Menschen wohlfühlen, sondern auch viele Insektenarten: darunter der seltene Rosenkäfer. Zum Wohlfühlen der Menschen tragen unter anderem die zahlreichen Verweilmöglichkeiten bei: Beispielsweise Bänke unter Bäumen. „Es ist ein Garten zum Genießen, nicht nur zum Arbeiten“, betonte Else Henkel im Gespräch mit unserer Zeitung. Und so mancher Besucher stellte fest, dass in vielen Bereichen des Gartens der nur wenige Meter unterhalb der Gartengrenze vorbeirauschende Verkehr der B 62 kaum wahrnehmbar ist.

Einen Schwerpunkt im Garten der Henkels bilden die rund 150 verschiedenen Rosen: sowohl neuzeitliche als auch historische Rosen aus der Zeit vor 1867 (dem Jahr, in dem mit der Teerose die erste „moderne“ Rose gezüchtet wurde). Rittersporn, Frauenmantel und Farne finden sich unter den Begleitpflanzen. Darüber hinaus setzt das Ehepaar unter anderem auf verschiedene Grasarten. Einige Gräser bildeten in Verbindung mit Hagebutten im Herbst einen „Höhepunkt“, sagte Else Henkel.

Die Begeisterung war den Besuchern anzumerken. Staunende Blicke, entspanntes Verweilen und Fachgespräche prägten die Atmosphäre. Zufriedenheit auch bei den Gastgebern: „Der Tag ist sehr positiv verlaufen“, freute sich Else Henkel. „Wir hatten sehr viele interessierte Besucher, die hoffentlich viel mitnehmen.“ Ihr Eindruck sei, dass in der Bevölkerung das Interesse am Thema Garten zunehme. Daher gelte für sie das Motto: „Aufmachen und zeigen: So machen wir’s.“ Walter Henkel erklärte, dass in den elf Jahren, die er und seine Frau ihren Garten bereits öffnen, noch keine Schäden an den Pflanzen durch Zertreten entstanden seien. Auch das motiviere einen, den eigenen Garten zu öffnen.