Bauschutt-Platz stößt in Politik auf Bedenken

Schameder..  Den Bauschutt- und Recycling-Platz der Erndtebrücker Firma Berge-Bau vom Gewerbegebiet „Jägersgrund II“ in die Nachbarschaft des Flugplatzes zu verlagern – da hatten am Mittwochabend im Ausschuss für Bauen und Gemeinde-Entwicklung doch einige Politiker so ihre Bedenken.

Landwirt Lothar Menn (SPD) warnte vor Verschmutzungen eines Bachs in der Nähe des neuen Standorts – und wünschte sich das geplante 10 000-Quadratmeter-Areal etwa 20 bis 30 Meter näher in Richtung K 45 gerückt. Und sein Fraktionskollege Achim Stremmel sah durchaus eine Nähe des Geländes zur Wohnbebauung – nämlich jener in der Rohrbach. Staub und der Einsatz eines lauten Steinbrechers seien den Bewohnern dort nicht zuzumuten.

Weiter nach Alternativen suchen

Bau-Unternehmer und Jagdgenosse Heinz Müsse (UWG) sieht das Problem, dass es nach dem Platz-Bau an dieser Stelle womöglich nicht mehr zu einem richtigen Wildwechsel komme. Überhaupt sollten sich heimische Bau-Unternehmen in Sachen Bauschutt-Recycling doch lieber an einem Standort zusammentun, meinte Müsse. Der Firma Berge-Bau müsse angesichts drängender gesetzlicher Vorgaben zur Platz-Größe nun rasch geholfen werden, befand Heinz-Josef Linten (CDU).

Am Ende war sich der Ausschuss jedoch einig, den Flächennutzungsplan für das Gelände neben dem Flugplatz zumindest vorsorglich so zu ändern, dass der Bauschutt-Platz dort realisierbar bleibt. Zugleich soll aber weiter nach Standort-Alternativen gesucht werden. Eine zweite Plan-Änderung zur Verlängerung der Landebahn auf dem Flugplatz Schameder stimmte der Ausschuss dagegen ohne Diskussion zu.