Bauprojekte und Regionale
12.02.2010 | 10:34 Uhr 2010-02-12T10:34:00+0100Bad Berleburg. Was macht ein Minister, der kein Narr ist? Er fährt an Weiberfastnacht nach Wittgenstein. Freudig hatte NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper gestern die Gelegenheit ergriffen, aus Düsseldorf ins „vernünftige Westfalen” zu entkommen.
Fernab des Karnevalstrubels war so einmal genug Zeit, mit Vertretern von Rat und Verwaltung der Stadt Bad Berleburg ausführlich wichtige Straßenbauprojekte zu besprechen.
Ausbau B 480
Hier ging es um Themen wie den Ausbau der B 480 zwischen Raumland und der Kernstadt. Dass es hier nicht voran gehe, liege nicht am Land, betonte Lienenkämper. Problem sei vielmehr die notwendige Erneuerung der Bahnbrücke, die die Strecke quert. Und die DB habe „noch keine Planungsaktivitäten entwickelt”. Gemeinsam mit Nachdruck Überzeugungsarbeit in diese Richtung zu leisten, darauf einigte man sich gestern Nachmittag.
L 721
Dagegen liegen in Düsseldorf für 2010/11 Mittel für die Ortsdurchfahrt Girkhausen (L 721) bereit und die Deckensanierung auf der L 717 zwischen Bad Berleburg Nordknoten und Ortsausfahrt (L 717) steht für 2011 auf der Umsetzungsliste.
Thema des Gesprächs mit dem Minister war auch der Radweg an der L 553 Aue-Berghausen, der bekanntlich nicht parallel zur auszubauenden Straße angelegt werden kann. Da aufgrund der Naturschutzrestriktionen im Bereich der vorgesehenen Trasse Abstimmungen mit der Landschaftsbehörde notwendig sind, sei der Planungsprozess „nicht mal so eben” zu erledigen, machte Lienenkämper deutlich.
Chancen erkennen
Dass es auch schon für die im Jahr 2013 anstehende Regionale erste Projektideen in Bad Berleburg gibt, kam beim Minister gut an. Genau so müsse es sein, denn wer die Chancen nicht früh genug erkenne und ergreife, gehe am Ende leer aus.
Gestern Vormittag war Lutz Lienenkämper in Begleitung der heimischen Landtagsabgeordneten Monika Brunert-Jetter im Siegerland unterwegs gewesen und hatte sich bei einem Termin in der Kreisstadt bei stellvertretend bei allen Mitarbeitern bedankt, die seit Wochen mit reichlich Überstunden im Winterdienst tätig sind. Diesen Dank will Bürgermeister Bernd Fuhrmann auch an die Wittgensteiner Einsatzkräfte im Räumdienst weitergeben.
Teurer Winter
Im Klaren waren sich alle in der Bad Berleburger Runde gestern darüber, dass der Winter über das Schneeräumen und Streuen hinaus teuer wird. „Wir werden sicherlich ein Programm auflegen müssen, um die entstandenen Löcher zu stopfen”, kündigte der Verkehrsminister an. Sicherheitsrelevante Mängel auf den Straßen zu beheben habe Vorrang, notfalls müsse es ein Umpriorisierung geben. Der Wunsch aus Wittgenstein: die Finanzmittel dabei nicht nach Einwohnerzahlen, sondern nach Fläche verteilen.
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