Bahn frei für das „Ederzentrum Via Adrina“

Haben große Pläne: Waldemar Kiel (links) als Vorsitzender des Gemeinschaftsvereins Arfeld und Ortsvorsteher Kai-Uwe Jochims vor der Industriebrache Hartmann. Der gesamte Komplex wird im Sommer abgerissen.
Haben große Pläne: Waldemar Kiel (links) als Vorsitzender des Gemeinschaftsvereins Arfeld und Ortsvorsteher Kai-Uwe Jochims vor der Industriebrache Hartmann. Der gesamte Komplex wird im Sommer abgerissen.
Foto: WP

Arfeld..  Wenn alles nach Plan läuft, dürfte die ehemalige Hartmann-Brache im Arfelder Stedenhof Ende des Sommers dem Erdboden gleich gemacht sein. Damit wäre eine der Voraussetzungen für den geplanten Neubau des Ederzentrums „Via Adrina“ geschaffen. Über den aktuellen Stand der Dinge hat der Vorsitzende des örtlichen Gemeinschaftsvereins, Waldemar Kiel, mit Ortsvorsteher Kai-Uwe Jochims am Mittwochabend in der „Lambrie“ informiert.

Altlasten fachgerecht entsorgen

Auf Anfrage unserer Lokalredaktion erläuterte der städtische Beigeordnete Volker Sonneborn den Laufplan des Regionale-Projektes. Dabei spielen zunächst die Altlasten in und auf dem ehemaligen Fabrikgelände eine entscheidende Rolle. Sonneborn: „Mit den Abrissarbeiten muss ein Altlasten erfahrenes Unternehmen beauftragt werden. Das war eine Auflage in der im Oktober 2014 erteilten Genehmigung zum Abriss“.

Zur Zeit kümmere sich ein Ingenieurbüro in Marburg mit den Vorbereitungen der Ausschreibung, die „wenn alles günstig läuft“, am 27. April mit der Auftragsvergabe durch die Stadtverordnetenversammlung beendet wäre. Vorherige Untersuchungen hatten ergeben, dass es in verschiedenen Bereichen der Industriebrache ölhaltige Stoffe im Boden und an Verschalungen der Außenfassade gibt. Im Bereich des Öllagers und an alten Trafos im ehemaligen Kesselhaus gibt es laut Sonneborn neuralgische Schadstoff-Vorkommen. Nun müsse gesichert werden, dass beim Abriss – etwa des Fasslagers – das Grundwasser nicht verunreinigt werde. Weiter, so der Beigeordnete, werde geprüft, ob die Entsorgung „in einem Guss oder in zwei, drei Abschnitten erfolgen kann“.

Wie viel Geld bleibt danach?

„Nach dem Abriss müssen wir Bilanz ziehen und Fragen beantworten“, betont Ortsvorsteher Jochims. Wie viele finanzielle Mittel stehen zur Verfügung? Wo kann unsere Eigenleistung greifen? Müssen Einzelprojekte zurückgestellt werden?

Erste wenn kein Stein mehr auf dem anderen steht, müsse überlegt werden, ob der gesamte Abraum auf einmal entsorgt werden kann oder eventuell noch zwischengelagert werden muss.

In Kürze, so verriet der Ortsvorsteher der Wittgensteiner Heimatzeitung noch obendrein, soll ein Architekten-Wettbewerb für den Neubau ausgeschrieben werden. „Das wird zur Zeit mit der Architekten-Kammer in die Wege geleitet“, so Jochims. Er verspricht sich „einige gute Ideen und eine günstige Variante für den Zentrum-Neubau.“ Die Ergebnisse sollen dann in Kolloquien unter Beteiligung der Arfelder Bürger präsentiert werden. Dann gilt es, die besten Lösungen auszuwählen und letztlich unter den ersten drei Beiträgen jenen auszuwählen, der realisiert werden soll.