Bad Laasphe sucht Standort für Flüchtlingsheim

Bad Laasphe..  Der Bad Laaspher Politik stehen schwere Entscheidungen bevor. Sie muss sich für den stärker werdenden Strom an Asylsuchenden und Flüchtlingen wappnen. Bereits vor einigen Wochen hat der Stadtrat deshalb auch 430 000 Euro für den Neubau von Unterkünften in den Haushaltsplan für 2015 eingearbeitet.

Ganz konkret soll dieses Geld in acht mobile Wohncontainer investiert werden. Diese können nach Informationen dieser Zeitung paarweise zusammengestellt in vier Einheiten jeweils zehn Bewohnern Unterkunft bieten. Neben den bereits angemieteten Wohnungen im Stadtgebiet sollen so Kapazitäten für weitere 40 weitere Flüchtlinge geschaffen werden. Im Finanzvolumen enthalten sein muss aber auch die Erschließung eines Stellplatzes mit Wasser, Abwasser und Strom sowie einer Zufahrt. Will man weitere Kosten, z. B. durch einen Kauf, vermeiden, ist die Stadt Bad Laasphe darauf angewiesen, ein geeignetes eigenes Grundstück zu finden. Und das muss auch den Ansprüchen der Bauaufsicht genügen, denn auch wenn die Container auf einer eigenen Achse anrollen, gelten sie doch faktisch als Neubau und feste Einrichtung.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein bestätigte auf Anfrage dieser Zeitung, dass die Stadtverwaltung Bad Laasphe bereits Flächen für eine baurechtliche Prüfung eingereicht hat, und ihr auch bereits eine Antwort vorliege.

Nach Informationen dieser Zeitung sind verschiedene städtische Grundstücke nach Kriterien wie Größe, Lage, aber auch potenziellen Erschließungskosten, abgeprüft worden. Im Internet kursierten auch schon Berichte über potenzielle Standorte, die Bad Laasphes Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann aber nicht kommentieren wollte.

Fakt ist, dass der Stadtrat noch über den oder die Standorte abstimmen wird. Außerdem erfolge dann nach Vorgaben des Planungsrechtes auch ein öffentliches Beteiligungsverfahren in dem Bedenken geäußert werden können.