Ausbildungsinspektion unter neuer Führung

Oberstleutnant Leif Nielsen (M.), übertrug kürzlich die Führung der Einsatzführungsausbildungsinspektion 23 von Oberstleutnant Nicolas Loerkens (l.) an Oberstleutnant Mirko Naumann (r.)
Oberstleutnant Leif Nielsen (M.), übertrug kürzlich die Führung der Einsatzführungsausbildungsinspektion 23 von Oberstleutnant Nicolas Loerkens (l.) an Oberstleutnant Mirko Naumann (r.)
Foto: Luftwaffe Erndtebrück
Was wir bereits wissen
  • Übergabeappell auf dem Erndtebrücker Hachenberg
  • Oberstleutnant Nicolas Loerkens wechselt ins Systemzentrum.
  • Nachfolger als Chef der Ausbildungsinspektion wird OTL Mirko Naumann.

Erndtebrück..  Am Luftwaffenstandort Erndtebrück übertrug der Leiter des Lehr- und Verfahrenszentrum (LVZ), Oberstleutnant Leif Nielsen, kürzlich im Zuge eines feierlichen Appells die Führung der Einsatzführungsausbildungsinspektion 23 von Oberstleutnant Nicolas Loerkens an Oberstleutnant Mirko Naumann.

„Unsere gemeinsame Zeit war leider sehr kurz – zu kurz, wie ich meine“, stellt Oberstleutnant Leif Nielsen in Richtung des scheidenden Chefs fest, „denn ich bewerte unsere Zusammenarbeit in jeder Hinsicht als überaus konstruktiv und kameradschaftlich. Ich verliere mit Dir einen Kompetenzträger und professionellen Berater. Das Systemzentrum“, in dem Oberstleutnant Loerkens in der Hachenberg-Kaserne künftig als Bereichsverantwortlicher und stellvertretender Leiter fungieren wird, „darf sich wirklich glücklich schätzen. Und auch für den neuen Chef hatte der Leiter des LVZ zum Start bereits viel Lob parat: „In der Abwägung potentieller Nachfolger hat die Personalführung die aus meiner Sicht einzig richtige Auswahl getroffen.“

Abschied fällt schwer

Oberstleutnant Nicolas Loerkens verlässt „seine Ausbildungsinspektion“ nicht wirklich gern. „Ich habe auch nicht das viel zitierte lachende und weinende Auge, sondern eher zwei weinende und gehe schweren Herzens“, so verabschiedete sich der scheidende Chef von seiner Truppe. „Ich fühle mich, als ob ich etwas ganz Besonderes zurücklassen muss, aber da gibt es leider keine andere Möglichkeit“ und er begründet seinen Wechsel zum Systemzentrum 25 mit den „Zwängen der Personalführung“. Im Sommer 2012 wurde er eben von dieser dazu befragt, ob er denn Chef der Ausbildungsinspektion werden möchte.

„Ich verstand schon die Frage nicht und die Entscheidung war binnen Millisekunden gefällt“, verdeutlicht der Stabsoffizier nochmal, dass damit für ihn ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung ging. Es wurde es dann ein emotionaler Abschied, bei dem Oberstleutnant Loerkens auch auf schwerste Momente zurückblickte und daran erinnerte, dass die Inspektion leider auch langverdiente Kameraden für immer verließen.

Der neue Inspektionschef, Oberstleutnant Mirko Naumann, ist in Erndtebrück kein Unbekannter, sieht man doch schon aus der Ferne ein Ergebnis seines bisherigen Schaffens. Die neue Ausbildungs- Test- und Trainingseinrichtung (ATT) – ein Vorzeigeprojekt, in dem nach Fertigstellung und Einrüstung der Technikkomponenten fortan sämtliche Ausbildungsgänge des Einsatzführungsdienstes in einem Gebäude vereint werden – nimmt Gestalt an. Als Leiter der bisherigen Interims-ATT „Slate Rock“ warf Naumann auf das neu entstehende „Schmuckstückchen“ auf dem Hachenberg ein besonders wachsames Auge.

Auch Naumann musste nicht lange überlegen, als er gefragt wurde, ob er sich vorstellen könne, den Dienstposten des Inspektionschefs zu übernehmen. „Das Miteinander in der Inspektion stimmt und macht das Arbeiten in und mit der Einsatzführungsausbildungsinspektion 23 sehr angenehm, was mir wiederum die Entscheidung, die Führung dieser Einheit zu übernehmen, so einfach gemacht hat“, erklärt der neue Chef. „Und obwohl ich nach der Ausbildung einmal gesagt habe, niemals Erndtebrück, wurde ich gemäß des James Bond Mottos „Sag niemals nie“ eines besseren belehrt. Seit fast sechs Jahren gehe ich immer noch jeden Tag gerne zum Dienst auf den Hachenberg.“

Für Oberstleutnant Nielsen ist Oberstleutnant Naumann für die neue Aufgabe am Luftwaffenstandort Erndtebrück „ausgezeichnet aufgestellt“, weil er „alle charakterliche Vorrausetzungen mitbringt“ und sich zugleich „als Kenner der Szene“ durch seine fachliche Vorerfahrung qualifiziert hat.