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Auf heimischem Markt behauptet

24.01.2008 | 22:08 Uhr

Wittgenstein. ...

... Die Volksbank Wittgenstein habe trotz des harten Wettbewerbs im vergangenen Jahr ihre Stellung auf dem heimischen Markt behaupten können, erklärte Vorstandssprecher Horst Belz im Jahrespressegespräch der Kreditgenossenschaft in Bad Berleburg. Die Bilanzsumme stieg im vergangenen Geschäftsjahr um vier Prozent auf 142 Millionen Euro. Die Nachfrage nach Krediten sei dabei eher verhalten gewesen, berichtete Belz gestern weiter. Hier verzeichnete die Bank ein Plus von einem Prozent. Die Volksbank Wittgenstein hatte somit im Jahre 2007 rund 77 Millionen Euro an ihre Kunden ausgeliehen. "Besonders der private Wohnungsbau ist hier rückläufig gewesen", so Belz. Die Vorzieheffekte aus dem Jahr 2006 seien ganz deutlich zu spüren gewesen.

Die Nachfrage von Existenzgründern hielt auch 2007 an. Insgesamt konnte 14 Existenzgründern bei dem Weg in die Selbstständigkeit geholfen werden. Dabei entstanden 18 neue Arbeitsplätze.

Die Einlagen stiegen dagegen mit plus fünf Prozent kräftig auf 108 Millionen Euro. "Unsere Kunden haben sich häufig für Tagesgeld oder kurzfristige Termingelder entschieden", so Horst Belz. Vor dem Hintergrund der im Januar 2009 in Kraft tretenden Abgeltungssteuer riet Belz den Sparern, sich mit einer langfristigen Anlagestrategie jetzt schon Steuervorteile zu sichern. Belz weiter: "Unsere Mitarbeiter haben allesamt Schulungen zum Thema ,Abgeltungssteuer' absolviert."

Auf die in letzter Zeit stark diskutierte Riester-Rente ging Vorstandsmitglied Günter Geßner ein. Dank der hohen staatlichen Förderung sei die Rendite der Riester-Rente unschlagbar. Gerade die Riester-Rente biete die Chance, dass der Sparer nicht zum Sozialamt müsse. "Die Riester-Rente sollte so selbstverständlich wie die Haftpflichtversicherung sein", so Geßner.

Bestens gerüstet sei die Bank für die am kommenden Montag bevorstehende Umstellung im europäischen Zahlungsverkehr, der so genannten SEPA-Umstellung, erklärte Vorstandsmitglied Manfred Hausner. Vorteile bringe diese vor allem europaweit agierenden Unternehmen. Hausner: "Bisher mussten unsere Firmenkunden ihre Euro-Zahlungen innerhalb der EU über verschiedene Konten abwickeln. Künftig kann der gesamte Zahlungsverkehr unter den 31 beteiligten Staaten im EU-Binnenmarkt über das Konto der Volksbank Wittgenstein abgewickelt werden."

Mit ihrer Hauptstelle, vier Zweigstellen, einer Zahlstelle und zwei SB-Filialen will die Volksbank auch in Zukunft ihr Geschäft vor Ort machen. "Wir kennen die Bedürfnisse unserer Kunden", so Bankvorstand Belz weiter. Insgesamt sind es 15 000 Kunden mit über 33 000 Konten. 53 Mitarbeiter und drei Auszubildende sind bei der Bank beschäftigt.

Der Mitgliederzuwachs (plus 236 auf nun 5944 Mitglieder) zeige zudem, wie aktuell das Modell der Genossenschaftsbank nach wie vor sei. Vorstandssprecher Belz gab ein klares Bekenntnis seiner Bank für die Zukunft ab: "Wir werden an unserer Selbstständigkeit festhalten".

Der enge Kontakt zu den Bankteilhabern (Mitgliedern), den Eigentümern der Genossenschaftsbank also, solle auch in diesem Jahr wieder auf vier Bezirksversammlungen gepflegt werden.

Die Termine: 4. Februar in Arfeld, 6. Februar in Wingeshausen/Erndtebrück, 11. Februar in Feudingen und 13. Februar in Bad Berleburg. Die Vertreterversammlung soll am 31. März in Bad Berleburg stattfinden.

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