Auf geht’s nach Kentucky und Indiana

Strahlende Gesichter bei der Verabschiedung in Raumland:Zum sechsten Mal werden Jugendliche aus dem Kirchenkreis Wittgenstein, übrigens dem kleinsten der Evangelischen Kirche von Westfalen, nach Amerika fahren
Strahlende Gesichter bei der Verabschiedung in Raumland:Zum sechsten Mal werden Jugendliche aus dem Kirchenkreis Wittgenstein, übrigens dem kleinsten der Evangelischen Kirche von Westfalen, nach Amerika fahren
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Junge Botschafter des Kirchenkreises Wittgenstein gehen in die USA. Mit einem Gottesdienst werden sie verabschiedet.

Raumland..  Mit einem feierlichen und zugleich fröhlichen Aussendungsgottesdienst wurden die „Young Ambassadors“, die sechste Generation der jungen Botschafter des Kirchenkreises Wittgenstein am Sonntag in der Raumländer Kirche verabschiedet.

Zum sechsten Mal werden Jugendliche aus dem Kirchenkreis Wittgenstein, dem kleinsten Kirchenkreis der Evangelischen Kirche von Westfalen, nach Amerika fahren. Insgesamt ist das Austauschprogramm auf zwei Jahre angelegt. Viele Wittgensteiner Kirchengemeinden nutzten die Möglichkeit, Jugendliche, die sich an der aktiven Gemeindearbeit beteiligen, für den Austausch vorzuschlagen. In einem speziellen Bewerbungsverfahren wurde über die Teilnahme entschieden.

Ein Jahr der Vorbereitung

Im Juli werden die 15 Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahre das Leben in den Gastfamilien in Kentucky und Indiana kennenlernen. Seit etwa zwölf Monaten laufen die Vorbereitungen bereits. neben sprachlicher Schulung und Hinweisen zur Umgangssprache wurden auch spezielle kirchensprachliche Ausdrücke und Redewendungen intensiv erlernt. „Die Jugendlichen sind in der Lage, eine kurze Andacht in englicher/amerikanischer Sprache abzuhalten“, so Jens Gesper. Er ist nicht nur der Öffentlichkeitsreferent des Kirchenkreises Wittgenstein, sondern gehört auch zur ersten Generation der Young Ambassadors. Viele Dinge müssen beachtet und erlernt werden. Sogar ein Workshop mit Bürgermeister Fuhrmann stand auf dem Programm, um sich über die politische Situation zu informieren. Schließlich sind die Young Ambassadors, wie es Superintendent Stefan Berk in seiner Begrüßung trefflich formulierte, „Botschafter des Glaubens, Botschafter des Kirchenkreises und auch Botschafter unserer Kultur.“

Puzzleteile, die zusammen gehören

Am Austauschprogramm nehmen Laura Jüngst aus Arfeld, Stephanie Ott aus Puderbach, Kim Lindner aus Birkelbach, Anne Rath aus Birkefehl, Annika Wolzenburg aus Erndtebrück, Johannes Hackler aus Rüppershausen, Fabian Dickel und Jasmin Lauber aus Girkhausen, Jonas Jiménez-Härtel aus Schwarzenau, Katharina Saßmannshausen aus Beddelhausen, Kira Förster aus Berghausen, Tim Müsse aus Weidenhausen, Leon Weise aus Dotzlar teil. Als Vertreterin der Kirchengemeinde Wunderthausen/Diedenshausen ist Vera Homrighausen unterwegs und die Kirchengemeinde Dorlar wird durch die Esloherin Sonja Rutkowski vertreten.

Begleitet werden die Jugendlichen von Thomas Lindner vom Kompetenzzentrum und Bianca Brieseck aus Eslohe-Herhagen. Beide waren ebenfalls vor einigen Jahren als Young Ambassadors unterwegs.

Das Logo der sechsten Generation der Young Ambassadors zeigt zwei stilisierte Figuren ähnlich Puzzleteilen. Eine Figur zeigt die das Muster der amerikanischen Flagge, die andere Figur die deutschen Farben. Und ähnlich wie bei Puzzleteilen, sollen unsere jungen Botschafter auch ihre Erfahrungen sammeln. Menschen, die zusammen unterwegs sind. Menschen, die aufeinandertreffen. Menschen, diezusammenfinden und eine Einheit bilden. Bestimmt werden viele neue Freundschaften geknüpft. Im nächsten Jahr steht dann der Gegenbesuch der amerikanischen Gäste an.

Überraschende Begegnung

Für die Jugendlichen gab es während des Aussendungsgottesdienstes auch eine ganz besondere Überraschung. Young Ambassadors der vorangegangenen Generationen waren zum Gottesdienst nach Raumland gekommen, um der jüngsten Generation die besten Wünsche und Gottes Segen mit auf den Weg zu geben.

Auch nach dem Gottesdienst konnten noch Gespräche geführt und Wünsche übermittelt werden. Beim Würstchen- und Gyrosessen verweilte noch mancher Besucher im Raumländer Gemeindehaus.