Auf dem Hachenberg stehen die Türen offen

Der Kommandeur des Einsatzführungsbereichs 2, Oberstleutnant Lars Hoffmann (rechts), und der Projektplaner, Oberstleutnant Lars Gehlhaar, hoffen auf viele Besucher beim Tag der offenen Tür in der Luftwaffengarnison Erndtebrück
Der Kommandeur des Einsatzführungsbereichs 2, Oberstleutnant Lars Hoffmann (rechts), und der Projektplaner, Oberstleutnant Lars Gehlhaar, hoffen auf viele Besucher beim Tag der offenen Tür in der Luftwaffengarnison Erndtebrück
Foto: WP

Erndtebrück..  Die Erndtebrücker Garnison lässt sich tief in die Karten schauen. Am Samstag in zwei Wochen öffnet die Luftwaffe in der Erndtebrücker Hachenbergkaserne auch das Allerheiligste für neugierige Besucher. Das Mutterhaus des Radarführungsdienstes der Bundeswehr hat viel zu bieten und möchte das bei diesem außergewöhnlichen Tag der offenen Tür am Samstag, 27. Juni, auch zeigen. Das machen der Kommandeur, Oberstleutnant Lars Hoffmann, und der Projektoffizier, Oberstleutnant Lars Gelhaar, deutlich.

Offen Türen von 11 bis 18 Uhr

Zwischen 11 und 18 Uhr öffnen sich nicht nur die Schlagbäume an der Wache, sondern auch die Türen des niegelnagelneuen Programmierzentrums, der Gefechtsstände und auch der Ausbildungsräume. Das derzeit modernste, was die Luftwaffe an Luftraumüberwachungsmöglichkeiten und Computertechnik zu bieten hat, wird in Führungen vorgestellt und erläutert. Auch der Ebschloh, auf dem sich seit ein paar Monaten ein neues Radargerät dreht, kann bei Führungen besichtigt werden.

Nicht mit Stünzelfest konkurrieren

Natürlich will sich die Bundeswehr und speziell die Luftwaffe auf diesem Wege auch als interessanter Arbeitgeber präsentieren, macht Kommandeur Lars Hoffmann deutlich. Nach dem Wegfall der Wehrpflicht gehört für die Streitkräfte auch die Nachwuchswerbung zum Tagesgeschäft. Aber das ist nicht der einzige Grund, sonst hätten die Projektplaner um Oberstleutnant Lars Gehlhaar sich ja auch in den bundesweiten Tag der Bundeswehr am kommenden Samstag, 16. Juni, einklinken können. Aber die Garnison, die seit fast 50 Jahren auf dem Hachenberg stationiert ist und mit Erndtebrück und Wittgenstein fest verwachsen ist, hat auch Rücksicht auf heimische Traditionen genommen. „Am kommenden Samstag ist Stünzelfest. Damit wollen wir nicht konkurrieren“, so Gehlhaar.

Dass die Kaserne in Erndtebrück dennoch eine große Anziehungskraft entfalten wird, davon geht Oberstleutnant Hoffmann aus: „Wir präsentieren ja nicht nur den Standort, sondern auch das ganze Spektrum der Bundeswehr.“ Hoffmann rechnet mit mehreren Tausend Besuchern und verweist mit Oberstabsfeldwebel Peter Hanke auf ein Programm, für das nicht nur die Bundeswehr, sondern auch viele Vereine aus Erndtebrück Vorführungen und Musik beisteuern. „Das Verhältnis zwischen der Gemeinde Erndtebrück und der Garnison könnte nicht besser sein“, freut sich Hoffmann.

Blick hinter die Kulissen

Das Programm unterteilt sich in eine grüne und eine rote Zone. Grün, das sind zahlreiche Informationsstände zum Erndtebrücker Hachenberg, den benachbarten Bundeswehrstandorten und der Bundeswehr im Allgemeinen. Daneben informieren aber auch die Gemeinde Erndtebrück und die Region Wittgenstein.

Ein Blickfang wird naturgemäß eine Ausstellung mit militärischem Großgerät wie beispielsweise dem Kampfhubschrauber Tiger oder auch gepanzerten Fahrzeugen sein.

Der Blick hinter die Kulissen der Luftraumüberwachung und der Radarausbildung sowie der Radarstellung zählt dann zum roten Bereich. Rot bedeutet, dass hier der Zutritt nur mit Führungen möglich ist.

Offen und weniger geheimnisvoll ist wiederum das, was auf der großen Showbühne in der Kaserne stattfindet. Dort werden die Grußworte gesprochen. Viel wichtiger sind aber die Auftritte verschiedener Musikformationen und Bands und des Erndtebrücker Carnevals Clubs sowie des Tambourkorps des Tus Erndtebrück und der Kampfsportler des TuS. Außerdem gibt es auf dem Kasernengelände die Vorführung der Freiwilligen Feuerwehr und eine Wachhundvorführung der Kasernenwache.

Ganztägig wird für die jüngsten Besucher auch ein Kinderprogramm mit Fußball, Torwandschießen, Hüpfburg, Kinderschminken und einem Spieletruck von AWO Erndtebrück und Evangelischer Soldatenbetreuung angeboten.