Auch Zechen an der Ruhr erkundet

Bad Laasphe..  Eine Gruppe Franzosen aus Châteauneuf-sur-Loire ist wieder einmal an die Lahn gereist, um mit ihren Gastgebern die freien Tage um Himmelfahrt zu verbringen. Der Freundeskreis hat zu diesem Anlass ein etwas anderes Programm als sonst zusammengestellt. Nachdem der Donnerstagabend ganz im Zeichen des Wiedersehens mit den Familien verlief, startete man per Bus am Freitag gegen Mittag nach Oberhausen.

Blick in die Geschichte

Den Franzosen ist die Ruhr als wichtigste Industrie- und Zechengegend Deutschlands bekannt, aber die wenigsten wissen, dass sich die Region gewandelt hat. Auf der Fahrt hat Martin Beine deren Geschichte vom 19. Jahrhundert bis in die 60er Jahre erzählt; von den Lebensverhältnissen bei der harten Arbeit, von den Arbeitern, die schnell Mangelware wurden und von den polnischen Arbeitnehmern, die man dann geholt hat.

Erstes Ziel war das größte Shopping und Freizeitzentrum Europas, das Centro in Oberhausen, wo zum Mittagessen auf der Promenade kein Wunsch offen blieb. Danach trafen sich alle im Gasometer, wo im Rahmen der Ausstellung der großen Museen die Kunstwelt zu Gast ist.

Nach dem Abendessen steuerte man den Landschaftspark Duisburg-Nord an. Dort ging es gleich zu dem gewaltigen Hochofen, um noch bei Tageslicht dessen Ausmaß in Augenschein zu nehmen. Die Mutigen, die auf den 70 Meter hohen Koloss hinaufkletterten, wurden mit einer rundum großartigen Aussicht über die Stadt Duisburg, das Ruhrgebiet und den Niederrhein belohnt. Das Bild des bunt angestrahlten Giganten war so imposant, dass die Gruppe gerne noch auf dem Gelände verweilt hätte. Leider wartete der Bus, und so kam sie erst um 1 Uhr nachts in Bad Laasphe wieder an.

Viele Eindrücke

Am Samstag bestimmten die Gastgeber das Programm. So fuhren einige nach Marburg zum Hafenfest, andere entdeckten Siegen, den Biggesee und die Attahöhle oder das Berleburger Schloss, bevor sie am Sonntag früh voller neuer Eindrücke in Richtung Loire fuhren.