Arfelder „Kirmes-Griller“ sind die Renner der Hofmetzgerei
21.11.2011 | 15:20 Uhr 2011-11-21T15:20:00+0100
Arfeld. Metzgermeister Udo Afflerbach kann der Burschenschaft Arfeld dankbar sein. Denn zu deren Jubiläumskirmes vor vier Jahren sollte er eine kulinarische Spezialität beisteuern. Nach drei Probeessen wurde entschieden: Die grobe Bratwurst wird der „Kirmes-Griller“.
Metzgermeister Udo Afflerbach kann der Burschenschaft Arfeld dankbar sein. Denn zu deren Jubiläumskirmes vor vier Jahren sollte er eine kulinarische Spezialität beisteuern. Nach drei Probeessen wurde entschieden: Die grobe Bratwurst wird der „Kirmes-Griller“.
Heute zählt diese besondere Kreation zu den Verkaufsschlagern der Hofmetzgerei Afflerbach - „im Sommer, wenn gegrillt wird mehr; aber auch im Winter braten sich unsere Kunden die Wurst in der Pfanne“, lacht Afflerbach.
Der 51-Jährige hat seine Ausbildung in der damaligen Metzgerei Hüster in Schwarzenau bekommen; war später für frisches Fleisch und Wurst in der WKA-Metzgerei an der Odebornklinik zuständig und ist seit 2003 an der Arfelder Hauptstraße 45 selbstständig. Diese Adresse kennen viele Stammkunden. Sie kommen teilweise von weit her, um sich Schwartemagen, Mettwürstchen oder Bratenfleisch zu holen. Alles, was bei Afflerbachs über die Theke geht, stammt auch der eigenen Produktion. „Wir kaufen nichts zu“, versichert Afflerbach. Und das hat seinen Grund: „Wir können nur über die Qualität bestehen, die kann ich garantieren, weil ich alles selbst produziere. Ich bin quasi Meister, Geselle und Gehilfe in einem“, beschreibt er die Ein-Mann-Produktion, während seine Frau Heidi für den Verkauf der Waren zuständig ist.
„Das Mett ist jetzt komplett alle“, ruft sie beim Besuch der Heimatzeitung ihrem Mann von der kleinen Theke nach hinten. Udo versteht den Auftrag und legt los, nachdem er die heißen Kringel Fleischwürste aus der Brühstation ins Kühlwasser wirft.
Der Metzgermeister aus Arfeld sieht es als entscheidenden Vorteil für sich an, dass er
auch das Rind-
fleisch selbst produziert. In den Ederauen stehen rund 25 Mutterkühe jeweils mit einem Kalb. Afflerbach hat sich schon früh für die französische Zuchtrasse „Charolais“ entscheiden: „Die sind sehr ruhig und liefern wunderbar marmoriertes Fleisch. Deshalb garantiere ich, dass das Steak in der Pfanne nicht zusammenschrumpft.“
Von Mai bis November lässt Familie Afflerbach die Herde draußen; dann ziehen die Tiere in den neuen Offenstall „Zwischen den Hörren“ um. Dort liegen sie auf Stroh, fressen auf hartem Untergrund. „Absolut artgerechte Haltung“, versichert Afflerbach.
Für Nachwuchs sorgt übrigens Bulle „Goldstar“, dessen Vater „ein echter Franzose“ ist. Damit immer wieder frisches Blut in die Herde kommt, wird der Bulle alle drei Jahre ausgetauscht.
Geschlachtet werden die Tiere kurz hinter der Landgrenze in Hessen. Von dort bekommt Udo Afflerbach auch die Schweine, die später u.a. als Schnitzel oder Krustenbraten in der Kühltheke neben dem „Kirmes-Griller“ angeboten werden. Im Service arbeitet dort neben Heidi Afflerbach auch noch Elke Gücker aus der Nachbasrschaft.
Köche in heimischen Restaurants schätzen die Qualität von der Hofmetzgerei und warme Wurst, frisches Mett samt Brötchen werden regelmäßig an die Mitarbeiter in umliegenden Firmen ausgeliefert.
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