Aquapädagogik heute im Rothaarbad

Bad Berleburg..  Der Hamburger Sportpädagoge und Präsident des Bundesverbandes für Aquapädagogik, Uwe Legahn, entwickelte eine Aquapädagogik, deren vorrangiges Ziel es ist, Kindern eine frühe und umfassende Wassersicherheit zu vermitteln. Dieses Konzept wird am heutigen Samstag ab 10 Uhr im Rothaarbad auf dem Berleburger Stöppel umgesetzt.

Dabei spielt die Umkehr des Schreckreflexes eine entscheidende Rolle. Die Kinder lernen, in kritischen Momenten so zu atmen, dass sie ein „Verschlucken, Husten, Würgen“ – mit anschließender Panik – nicht zu Opfern macht. Spezielle Aufgaben und hohe Übungsfrequenz innerhalb weniger Wochen bewirken letztlich gezieltes Ausatmen an Stelle des reflexhaften Einatmens.

Untersuchungen belegen Effekte

Den Effekt der Schreckreflexumkehr und zusätzlich die sofortige Orientierungsfähigkeit unter Wasser sowie das Beherrschen des passiven Schwimmens beweisen seit 2014 Videoaufzeichnungen des von Uwe Legahn neu entwickelten Wassersicherheitstests mit zahlreichen Kindern im Vorschulalter. Der Test findet seither bei Messen, Kongressen und Seminaren große Aufmerksamkeit, wenn sich erwachsene Normalschwimmer sowie Sport- und Rettungsschwimmer dem gleichen Text unterziehen- einem „plötzlichen Sturz ins Wasser“ unter realistischen und vergleichbaren „Laborbedingungen“.

Anschließend können sich erwachsene Normalschwimmer sowie Sport- und Rettungsschwimmer einem „plötzlich Sturz ins Wasser“ unter realistischen und vergleichbaren „Laborbedingungen“ – unterziehen. Alle bisherigen erwachsenen Teilnehmer waren sich danach einig: Inhalte und Ziele des Anfangsschwimmens zu überdenken.