Amtliche Interviewer stellen private Fragen an der Haustür

Wittgenstein..  Haben Sie etwas für Ihre Altersvorsorge getan? Welche Schulen haben Sie besucht? Suchen Sie gerade einen Job?

Solche Fragen betreffen ja nun wirklich die persönliche Privatsphäre, doch wenn im Laufe des Jahres amtliche Interviewer an der Haustür klingeln, sind die Haushalte im überwiegenden Teil der Befragung zur Auskunft verpflichtet.

Europäischer Standard

Darauf weist der Düsseldorfer Landesbetrieb Information und Technik NRW mit dem Stichwort „Mikrozensus“ hin, für den in Nordrhein-Westfalen rund 76 000 Haushalte befragt werden.

Die Durchführung ist gleichmäßig auf alle Wochen des Jahres verteilt und entspricht damit dem europäischen Standard. Jeden Monat erhält daher jeweils ein Zwölftel (rund 6 300) der ausgewählten Haushalte Besuch von einem der 350 Interviewer.

Die Termine werden rechtzeitig schriftlich angekündigt, außerdem können sich die Besucher durch einen Ausweis legitimieren. Um Datenschutz und statistische Geheimhaltung zu gewährleisten, sind sie zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet.

Basis für Entscheidungen

Bei der Beantwortung der Fragen auf freiwilliger Basis hoffen die Statistiker auf hohe Beteiligung und wahrheitsgemäße Antworten. Denn die Ergebnisse sind Basis für politische und wirtschaftliche Entscheidungen, die bis hinunter auf die Ebene in den Städten und Gemeinden reichen.

Für die Wittgensteiner Kommunen sind folgende Befragungen vorgesehen:

Bad Berleburg: 9

Bad Laasphe: 6

Erndtebrück: 3

Alle Befragungen sind bis zum Dezember 2015 abgeschlossen.