Akkuschrauber kostet jetzt 750 Euro mehr

Bad Berleburg..  Das Amtsgericht Bad Berleburg hat einen 36-jährigen Familienvater aus Bad Laasphe wegen vorsätzlichen Betrugs zu einer Geldstrafe in Höhe von 750 Euro verurteilt. Sein Vergehen: Er blieb einem Baumarkt nun bereits zehn Monate lang rund 33 Euro schuldig.

Im März des vergangenen Jahres erwarb der Verurteilte einen Akkuschrauber sowie einen Baustoffkleber, er zahlte mit seiner EC-Karte. Der Kaufbetrag aber konnte in der Folge nicht vom Konto des Verurteilten abgebucht werden, wie das Unternehmen, das den Zahlungsverkehr regelt, den Baumarktleiter zweimal wissen ließ. Auch eine finale Mahnung des Baumarktleiters ließ der 33-Jährige unbeachtet.

„Schluderigkeit“

Der unter anderem wegen Sachbeschädigung, Betrugs und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz mehrfach Vorbestrafte wiederum beteuerte vor dem Amtsrichter, sein Konto sei zum Zeitpunkt des Kaufs gedeckt gewesen. Der Betrag sei von seinem Konto abgegangen, soll nach zwei Wochen aber wieder zurückgebucht worden sein. Sowohl der Verurteilte als auch sein Bankberater, den er aufgesucht haben will, hätten sich diesen Vorgang nicht erklären können. Kontoauszüge konnte der Mann nicht vorweisen, auch habe er nach eigener Aussage „aus Schluderigkeit vergessen oder verdrängt“, die offene Forderung zu begleichen.

Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft sah den Tatbestand des vorsätzlichen Betrugs damit erfüllt und empfahl ein Strafmaß von 30 Tagessätzen zu 25 Euro, das Amtsgericht schloss sich dieser Empfehlung an.