Agim Baftijari ist fasziniert vom Sanieren

Das ehemalige Behindertenwohnheim der AWO in der Bad Berleburger Moltkestraße ist verkauft. Agim Baftijari will dort Wohnungen und eine Praxis einrichten.
Das ehemalige Behindertenwohnheim der AWO in der Bad Berleburger Moltkestraße ist verkauft. Agim Baftijari will dort Wohnungen und eine Praxis einrichten.
Foto: WP

Bad Berleburg..  Die meisten Wittgensteiner kennen Agim Baftijari als Fußballspieler und Trainer. Dass der 44-Jährige neben seiner Arbeit als Produktionsleiter bei der Schwarzenauer Firma Agrodur auch noch ein weiteres Steckenpferd hat, wissen die meisten nicht. Baftijari sammelt Sanierungs-Immobilien. Jüngstes Beispiel ist das ehemalige Behinderten-Wohnheim der AWO in der Bad Berleburger Moltkestraße. Das Haus Höllscheid stand seit ein paar Jahren leer, nachdem die Arbeiterwohlfahrt mit den Bewohnern in einen Neubau am Sengelsberg gezogen ist.

Baftijari lässt das Gebäude bereits entkernen und hat genaue Vorstellungen, was dort in zwei Bauabschnitten in den nächsten Monaten entstehen soll: „Im Neubaubereich sollen vier barrierefreie Wohnungen mit einem gemeinsamen Aufzug entstehen.“ Außerdem kommt eine Podologische Praxis hinein.

Behindertengerechte Wohnungen

Der zweite, ältere Gebäudeteil wird dann als nächstes von Baftijaris Mitarbeitern in Angriff genommen: „Dort werden wir sieben Top-Wohnungen ausbauen, in denen sich die Mieter wohlfühlen werden“, sagt der Investor. Er plant außerdem Stellplätze und Garagen. „Aber alles nach und nach. Ich will im Mai/Juni 2016 mit allem fertig sein“, sagt Baftijari, der seine Immobiliengeschäfte neben seiner hauptberuflichen Arbeit als Ausgleich und Hobby sieht: „Ich habe schon neun Häuser hier gekauft. Sieben haben ich saniert. Da ist vom Einfamilien- bis Siebenfamilienhaus alles dabei. Es macht mir einfach Spaß, Ruinen und alte Häuser wieder mit Leben zu füllen. Das fasziniert mich.“ Allerdings macht Baftijari dieses Hobby nicht nur, um den Stress als Vorgesetzter von 40 Mitarbeitern bei Agrodur loszuwerden: „Es lohnt sich auch“, gesteht der 44-Jährige.

Inzwischen stößt sein Nebenunternehmen aber an erste Kapazitätsgrenzen: „Ich beschäftige zwei Angestellte, muss aber noch mehr Mitarbeiter einstellen.“