75 Kilogramm Lebensmittel für die Tafel sind der Lohn

Raumland..  Wer zu den „Weight Watchers“ kommt, ist ernsthaft für die eigene Gesundheit an Gewichtsreduktion interessiert. Die Interessengruppe ist dabei nicht auf spezielle Diäten fixiert, sondern evaluiert das günstigste und zuträglichste Verfahren für den Abnehmwilligen. Manuela Weyandt ist für den Altkreis Wittgenstein von der IHK geprüfte Fachfrau für Ernährungs- und Gewichtsmanagement und führt die „Weight Watchers“-Gruppe in Raumland. Bei den wöchentlichen Treffen werden Erfahrungswerte der zumeist Teilnehmerinnen besprochen, die Kandidatinnen werden gewogen und somit die Erfolge ermittelt.

Unterstützung beim Abnehmen

„Es ist von großem Wert, dass jede einzelne Teilnehmerin sich äußert über ihr Wohlbefinden und welche Methoden für sie individuell zum dauerhaften Wunschgewicht geführt hat oder noch führen soll“, so die Koordinatorin Manuela Weyandt. Wichtig ist es natürlich auch, Menschen mit guten Ideen bei einer meist anfangs recht schwierigen Aufgabe und teils auch Überwindung bei Laune zu halten. Eine außerordentlich positive Wirkung hatte Frau Weyandts Idee, in der christlichen Fastenzeit, das Gewichtsreduktionsprogramm in eine besondere Herausforderung zu stecken. Fünf Wochen vor Ostern begannen die 33 Teilnehmerinnen des Raumländer Teilnehmerinnenkreises jedes Gramm zu zählen, was sie bis Ostern abnahmen und wogen dies in einer Lebensmittelspende an die Berleburg-Erndtebrücker Tafel auf. Sage und schreibe 75 Kilogramm haben die Damen an Gewicht verloren und die Tafel in Berleburg und Erndtebrück für Bedürftige als Spende dazugewonnen.

Laaspher hat noch mehr zusammen

Große Freude für die Vertreterinnen der Tafel, die jetzt im Rumilingene-Haus das Unternehmen „Tafeln“, derer in ganz Deutschland 847 gibt, vorstellten und dankbar am Ende des „Weight Watchers-Treffens“ prall gefüllte Tüten, Kisten und Kartons in ihre Verteilerunterkunft ins DRK-Heim nach Berleburg zur Weiterleitung mitnehmen konnten. Hannelore Homrighausen von der Berleburg-Erndtebrücker Tafel berichtet über die am 25. Juni 2009 gegründete Ehrenamtsgruppe und weiß, dass inzwischen 182 Menschen in Berleburg und 75 Personen in Erndtebrück zur regelmäßigen Unterstützung hier registriert sind und ihre Waren wöchentlich mit einem Berechtigungsschein abholen dürfen. Es gibt trotz dass Menschen erwerbstätig sind und Geld verdienen leider noch sehr viel Armut und da tut jede kleine „Lebensmittelspritze“ den Menschen gut. Es kommen Hartz IV-Empfänger, Menschen mit sehr geringer Rente, Asylanwärter und Menschen mit Grundsicherung. Allerdings so Hannelore Homrighausen stehen auf einer Warteliste auch einige Namen. Diese Menschen werden nicht weggeschickt, sie erhalten dann Lebensmittel, die im Überschuss vorhanden sind. Es wird von allen ein symbolischer Betrag von 1,50 Euro erhoben. Für die Vertreterinnen der Tafel um Hannelore Homrighausen mit Claudia Urbaniak, Ingrid Sander, Ursula Gebhardt und Ellen Bredenbach war das 75-Kilogramm-Lebensmittel-Paket ein tolles Zubrot und mit großer Freude für eine tolle Sache verbunden. Manuela Weyandts „Weight Watchers-Gruppe“ in Bad Laasphe übergibt entsprechendes Lebensmittelpaket, nur an Gewicht etwas umfangreicher, einen Tag später an die Bad Laaspher Tafel.