5000 Menschen strömen in die Kaserne

Tag der offenen Tür in der Hachenbergkaserne: Lang war die Schlange vor dem modernsten Gebäude auf dem Hachenberg. Im "Bauwerk Uwe" sind sozusagen die Kronjuwelen untergebracht. Hier laufen die Radarbilder von zehn in ganz Deutschland verteilten Anlagen zusammen und werden ausgewertet. Hier findet der Radarführungsdienst im Friedens und Krisenzeiten statt. Deshalb durften die Besucher auch nur nach eingehenden Kontrollen ein Blick in den abgesperrten Bereich werfen. Der normale Dienstbetrieb lief am Samstag nämlich weiter.
Tag der offenen Tür in der Hachenbergkaserne: Lang war die Schlange vor dem modernsten Gebäude auf dem Hachenberg. Im "Bauwerk Uwe" sind sozusagen die Kronjuwelen untergebracht. Hier laufen die Radarbilder von zehn in ganz Deutschland verteilten Anlagen zusammen und werden ausgewertet. Hier findet der Radarführungsdienst im Friedens und Krisenzeiten statt. Deshalb durften die Besucher auch nur nach eingehenden Kontrollen ein Blick in den abgesperrten Bereich werfen. Der normale Dienstbetrieb lief am Samstag nämlich weiter.
Foto: WP

Erndtebrück..  Es waren nicht die schweren Kampfpanzer oder die Düsenjäger bei spektakulären Flugmanövern, die die Menschen nach Erndtebrück zogen. Aber sie strömten am Samstag geradezu in die Luftwaffen-Kaserne auf dem Erndtebrücker Hachenberg, denn hier steht inzwischen eine der modernsten Militäranlagen Deutschlands. Von hier aus wird der Luftraum über der Bundesrepublik überwacht. Hier laufen die Informationen aus zehn Radaranlagen zusammen. Hier ist das Herz des Einsatzführungsdienstes im Westen der Republik.

Modernste Technik

„Wir verfügen über einen modernen Gefechtsstand, moderne Simulatoren, moderne Simulatoren, ein modernes Radargerät sowie ein modernes Systemzentrum Auch unsere Infrastruktur wird ständig verbessert. Und darauf sind wir stolz“, lud der Kommandeur Oberstleutnant Lars Hoffmann die Gäste zu einem Blick hinter die Kulissen ein. Der war allerdings in den sensiblen Bereichen eingeschränkt. „Die Luftraumüberwachung läuft heute unvermindert weiter, eben wie unser Auftrag lautet: 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche 365 Tage im Jahr.“

Wie groß die Neugier auf die Truppe und die Akzeptanz für das Militär in der Bevölkerung Siegen-Wittgensteins und auch darüber hinaus sein müssen, das zeigen die Besucherzahlen dieses Tages der offenen Tür: Knapp 5000 - an der Wache wurde gezählt - haben sich am Samstag auf den Weg auf den Hachenberg gemacht. Darunter sind immer auch viele Ehemalige und Familienangehörige, die einmal sehen wollen, wo Papa, Mama, Sohn oder Enkelin arbeiten.

Beeindruckendes Kriegsgerät

Die gut 1000 Soldatinnen und Soldaten, die auf dem Hachenberg stationiert sind, hatten sich das Programm selbst zusammengestellt. Neben den eigene Fähigkeiten sollte ein Großteil des Leistungsspektrums der Bundeswehr abgebildet werden. Deshalb waren auch die hessischen Nachbarstandorte mit von der Partie. Die Heeresflieger aus Fritzlar hatten mit dem neuen Kampfhubschrauber Tiger eines der spektakulärsten Stücke der Schau. Die Fernmeldetruppe aus Frankenberg präsentierte Gerätschaften zur Elektronischen Kampfführung und Aufklärung und zeigte mit dem gepanzerten Dingo auch ein Fahrzeug der neuesten Generation.

Mit einen Transportpanzer Fuchs und zwei mobilen Abschussrampen für Patriot-Raketen waren auch noch weitere beeindruckende Großgeräte zu sehen.

Außerdem bot sich der Vergleich zu „alten Zeiten“ an, denn eine Reihe von inzwischen historischen Militärfahrzeugen stand direkt neben dem, was heute Stand der Technik, ist.

Generalprobe fürs 50-Jährige

Neben dem Militär nutzten aber auch die Gemeinde Erndtebrück und zahlreiche Institutionen und Vereine die Chance, sich zu präsentieren. Der TuS Erndtebrück brachte sein Tambourkorps und seine Taekwondo-Abteilung mit. Der Erndtebrücker Carnevals Club mit seinen Tanzgarden, der über seine Mitglieder besonders Enge Bande zur Garnison hat, und die Musikschule Bad Berleburg sorgten für Unterhaltung.

Als sich gegen 18 Uhr dann die Tore der Kaserne und auch der auf dem Ebschloh liegenden Radarstellung wieder schlossen, waren aus dem Organisationsteam alle zufrieden. Immerhin ist dieser erste Tag der offenen Tür nach neun Jahren für die meisten absolutes Neuland gewesen. Zugleich ist er aber auch die Generalprobe für das 50-jährige Standortjubiläum, das am 9. Mai 2016 mit einem großen Zapfenstreich gefeiert werden soll.