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20-jähriger Bad Berleburger dreht Film in Wittgenstein

16.03.2010 | 08:00 Uhr

Wittgenstein. Das Abitur haben die sechs jungen Männer vor zwei Jahren am „Städtischen” in Bad Laasphe gepackt. Jetzt packen sie gemeinsam ein neues Projekt an: Als Produktion des 20-jährigen Robert Kaletsch aus Bad Berleburg drehen sie einen Kurzfilm an verschiedenen Drehorten in Wittgenstein.

„Schichtwechsel” hat Drehbuchautor und Regisseur Robert Kaletsch sein Projekt überschrieben, bei dem ihm drei weitere Filmstudenten aus Dortmund sowie der Neheimer Profi-Kameramann Thilo David Heins zur Seite stehen.

„Wir sind eine Lowbudget-Produktion und nicht so gigantös wie die letzten Projekte in Wittgenstein”, sagt Kaletsch im Gespräch mit unserer Zeitung. Damit spielt er auf die Filme „Dschungelkind” und „Tannöd” an, die ebenfalls in heimischen Gefilden abgedreht worden waren. „Aber”, so der junge Berleburger, „wir sind eine große qualifizierte Crew von 14 Leuten, die einen konkurenzfähigen Kurzfilm produzieren wollen. Als finanzielles Limit steht die 2 000-Euro-Marke fest.”

Alles ist schon organisiert

Die Drehorte hat das Filmteam in Wittgenstein schon gefunden und auch das komplette Equipment inklusive Kamera, Adapter, Filter und Monitore ist bereits organisiert.

Beginn der Dreharbeiten ist am Montag, 29. März. „Obwohl der Film nachher nur 15 Minuten lang ist, haben wir insgesamt eine ganze Woche Dreharbeit eingeplant”, verrät Robert Kaletsch. Gefilmt wird im und am Städtischen Gymnasium Bad Laasphe, wo zu dem Zeitpunkt Osterferien sind. „Da stören wir den Unterricht nicht”, lacht Kaletsch. Weitere Drehorte sind das CVJM-Freizeitzentrum in Wemlighausen, das Kinocenter sowie einige Wohnungen in Bad Berleburg.

Anna-Theresa Afflerbach in der Hauptrolle

In der weiblichen Hauptrolle wird die JAG-Schülerin Anna-Theresa Afflerbach aus Berghausen zu sehen sein, die an ihrer Schule bereits durch erstklassige Musical-Rollen aufgefallen ist. Ihr männliches Pendant ist der Dortmunder Schauspieler und Filmstudent Konstantin Heine. Insgesamt sind täglich 14 Leute am Set, hinzu kommen noch einmal rund 15 Statisten. Angefragt als Mitwirkender ist auch Lehrer Felix Morgenstern vom Städtischen Gymnasium. Er war es nämlich, der die jungen Leute in der „AG Video” für das Filmemachen und letztlich auch zum Filmstudium inspiriert hat.

Wenn die Szenen dann am 3. April im Kasten sind, beginnt für das Team die Studioarbeit. „Für den Grobschnitt, also den Ton und das Bild zu synchronisieren, habe ich mir zwei Monate Zeit frei geschlagen”, deutet Robert Kaletsch den immensen Aufwand für dieses private Projekt an. Es folgt der Feinschnitt Anfang Juni, und wenn der Streifen dann endgültig fertiggestellt ist, soll er auf einschlägigen Festivals gezeigt werden. Und Erfolg haben.

Christoph Vetter

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