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Aue..  Der Tag hätte nicht besser gewählt sein können. Die Sonne strahlte und durch die Eder-Bike-Tour konnte der Arbeitskreis zur Förderung der Dorfgemeinschaft Aue auch auf ein paar auswärtige Gäste hoffen.

Arbeitskreis zur Förderung... Der Name klingt recht technisch, doch dahinter verbirgt sich eine seit Jahrzehnten gut funktionierende Institution, die vor allem eines tut: Sie kümmert sich um das Bürgerhaus Aue, das in diesem Jahr 40 Jahre alt wird.

Egal ob privater Geburtstag, örtliche Seniorenfeier oder Jahreshauptversammlung des TSV Aue-Wingeshausen. Neben der Halle der Wingeshäuser Schützen gibt es keinen größeren Versammlungsort in Aue, Wingeshausen und Müsse. Hier spielt sich das bunte Leben ab. Für die Menschen aus den drei Nachbardörfern ist das Grund genug, kräftig zu feiern.

Erinnerung an die Anfänge

Mit dabei ist auch Heinz-Jürgen Schneider. Der frühere Auer Ortsvorsteher ist Vorsitzender des Arbeitskreises und konnte zahlreiche Gäste am Sonntag willkommen heißen. Und in seiner Begrüßung erinnerte Schneider noch einmal an die Grundidee: Als 1973 die Pläne für die kommunale Neugliederung bekannt wurden und klar war, dass Aue seine Selbstständigkeit als Gemeinde verlieren würde, waren sich Bürger, Politik und Vereine einig. Sie wollten in ihre Ortschaft investieren, bevor das Geld irgendwohin in die neue Kommune Berleburg abflösse. Laut Heinz-Jürgen Schneider kam damals die stolze Summe von 175 400 D-Mark zusammen. 100 000 stammten aus dem Verkauf von Waldaktien, 50 000 brachte die Gemeinde Aue auf, 25 000 D-Mark spendeten Bürger und 400 D-Mark kamen aus einer Papiersammlung.

Im Februar 1974 trafen sich dann die Gemeinde Aue, der Männergesangverein Aue, das Tambourkorps Deutsche Eiche, der TSV Aue-Wingeshausen, der Taubenzuchtverein Edertreue, der Schieß- und Schützenverein Müsse, der Reichsbund Aue und die Arbeiterwohlfahrt Aue-Wingeshausen in der alten Schule in Aue und hoben den Verein zur Pflege der Dorfgemeinschaft aus der Taufe, der dann im Dezember als eingetragener und gemeinnütziger Verein die Arbeit aufnahm.

Urgestein Heinz Schneider

Erster Vorsitzender war damals Fritz-Heinrich Hof, der sein Amt erst nach 25 Jahren abgab. Nur einer ist länger aktiv im Vorstand. Das ist Kassierer Heinz Schneider. Der Vater des heutigen Vorsitzenden Heinz-Jürgen Schneider hat nach 40 Jahren mit Thomas Becker einen Nachfolger gefunden. Aber damit ist Schneider Senior noch nicht aus dem Verein wegzudenken. Seit 2003 ist er Nachfolger von Willi Stremmel als Hallenwart. Das sind Jobs, die den 87-Jährigen offensichtlich fit halten. Allerdings, so Heinz-Jürgen Schneider mit einem Augenzwinkern, werden inzwischen doch auch Bewerbungen für den Posten angenommen.

Die Feierlichkeiten in und um das Bürgerhaus Aue waren vor allem musikalisch geprägt. Neben dem Gemischten Chor, dem Männergesangverein und Singenden Grundschulkindern, spielten auch das Tambourkorps und Alleinunterhalter Manfred Klein. Außerdem zeigten die TSV-Turnerinnen ihr Können und der Heimatverein spielte zwei Sketche.