14 neue Nester für geflügelte Sommerboten

Auch die Feuerwehr war beim Schwalbenprojekt aktiv.
Auch die Feuerwehr war beim Schwalbenprojekt aktiv.
Foto: WP

Niederlaasphe..  „Jetzt können die Schwalben kommen!“, Mario Müller, Vorsitzender des Fördervereins der Grundschule Niederlaasphe, ist zufrieden. Gemeinsam mit seinen beiden Kooperationspartnern, dem NABU aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein und dem Kultur- und Heimatverein Niederlaasphe, hatte der Förderverein der Grundschule Niederlaasphe schon im Sommer 2014 Info-Blätter an alle Haushalte im Dorf verteilt und sich so auf die Suche nach Hausbesitzern gemacht, die sich bereit erklärten, Schwalbennester sowie Kotbretter an ihrer Hauswand anbringen zu lassen. Durch die Bretter wird der Kot der Vögel aufgefangen und die Hauswand nicht beschmutzt.

14 neue Quartiere

Nun wurde die Suche für dieses Jahr erfolgreich beendet: 14 neue Nester in Niederlaasphe bieten nun Platz für die „Sommerboten“, wie die Schwalben auch gern genannt werden. Am Mittwoch vergangener Woche hängten Christoph Limper, Jürgen Schreiber und Winfried Wagner vom Kultur- und Heimatverein fleißig Nester auf, bevor sich dann am Freitag der Förderverein in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Bad Laasphe an die Arbeit machte.

Einer der Auslöser für das Schwalbenprojekt war die Tatsache, dass Kinder häufig keine Vorstellung mehr von natürlichen Abläufen in der Natur, wie hier zum Beispiel der Brutzeit und der darauffolgenden Aufzucht der Schwalben-Jungen, haben. Durch dieses Projekt bekommen die Kinder der Niederlaaspher Ganztagsbetreuung einen Einblick in das Leben der Schwalben. Damit die Flugkünstler nicht ganz aus Niederlaasphe vertrieben werden, machte Nicole Wydra vom Niederlaaspher Ganztagsbereich den Vorschlag für das Projekt. Und tatsächlich konnte der Förderverein als Initiator des Ganzen den NABU des Kreises Siegen-Wittgenstein und den Niederlaaspher Kultur- und Heimatvereins als Kooperationspartner gewinnen.

Die Schwalben können kommen

Im Dezember 2014 kam die Sache dann richtig ins Rollen: Es fand eine Info-Veranstaltung mit Thomas Müsse, einen Ornithologen des NABU, statt. Er informierte die interessierten Hausbesitzer über die optimalen Bedingungen, die der Platz der Nester für die Schwalben bieten muss.

Nun sind alle Nester für dieses Jahr aufgehängt und alle Beteiligten hoffen, dass die heimkehrenden Schwalben möglichst viele der Nester annehmen. „ Ansonsten können wir ja auch Schilder mit Pfeilen aufhängen“, scherzte Mario Müller. Angesichts des großen Erfolgs besteht die Überlegung, das Projekt im kommenden Jahr zu wiederholen.