Zunächst geht es um die Menschen

Sparkassenvorstand Heinz-Jörg Reichmann (von links), Bürgermeister Christian Pospischil, Marie Köhler und Arndt G. Kirchhoff eröffneten zusammen mit einer Trommelgruppe die Ausstellung „Mach dir ein Bild“.
Sparkassenvorstand Heinz-Jörg Reichmann (von links), Bürgermeister Christian Pospischil, Marie Köhler und Arndt G. Kirchhoff eröffneten zusammen mit einer Trommelgruppe die Ausstellung „Mach dir ein Bild“.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Kundenhalle der Sparkasse ALK in Attendorn wird bis zum 11. Februar zur Kunsthalle. Gezeigt wird die Fotoausstellung „Mach dir ein Bild“, die mit Hilfe der Fotografin Marie Köhler und Kindern in Burkina Faso erstellt wurde.

Attendorn..  Die Kundenhalle der Sparkasse ALK in Attendorn wird bis zum 11. Februar zur Kunsthalle. Gezeigt wird die Fotoausstellung „Mach dir ein Bild“, die mit Hilfe der Fotografin Marie Köhler und Kindern in Burkina Faso erstellt wurde.

Afrika ist mehr als ein Kontinent, mehr als die Summe seiner Staaten und Bewohner. Vor allem aber ist Afrika mehr als das Bild, das die westliche Welt vom „schwarzen Kontinent“ hat. Mit diesem Leitgedanken veranstaltet die Fotografin Marie Köhler im Februar 2013 in Christoph Schlingensiefs Operndorf einen Fotoworkshop mit über 200 Kindern und Jugendlichen.

Die Kinder wurden mit Kameras ausgestattet und konnten so zeigen, wie sie ihre Welt sehen. „Mit der Fotografie als Sprachform, mit Bildern, die nicht von westlichen Fotografen, sondern von den Menschen in Afrika erstellt wurden und letztlich, dass es sich hierbei um kein Hilfsprojekt handelt, das waren für mich die drei wichtigsten Aspekte für dieses Projekt“, erklärt die Künstlerin bei der Vernissage.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das freute auch Hausherr Heinz-Jörg Reichmann bei der Eröffnung. „Lassen sie sich in eine andere Welt entführen“, so der Vorstandsvorsitzende.

Arndt G. Kirchhoff, Vorsitzender des Künstlervereins Südsauerland machte deutlich, dass man neue Ansätze in der Entwicklung von Partnerschaften in Afrika umsetzen müsse: „Besonders die Bildung steht am Anfang einer Partnerschaft.“ Partnerschaften in Bereichen Ausbildung, Jugendarbeit, Bildung vor Ort, Fachkräfte im Gesundheitswesen könne er sich vorstellen.

Eine reiche Stadt

„Attendorn ist eine reiche Stadt in einem modernen Industriestaat. Sie kann sich am Aufbau von Afrika gut beteiligen. Doch zunächst muss man sich daher mit den Menschen und dem Kontinent beschäftigen, der nicht nur aus Kriegen, Krankheiten, Seuchen, Safaris und Elefanten im Sonnenuntergang besteht.“

Bürgermeister Christian Pospischil ergänzte: „Ich bin der Meinung, dass diese Ausstellung eine Bereicherung für unsere Stadt ist und wir von Afrika lernen können. Auch wenn wir in erster Linie den Blick auf unsere Stadt richten, so tut es einer Stadt wie Attendorn gut, einmal den Blick über den Tellerrandhinaus zu wagen. Dabei zeigt das Projekt einen Blick auf Afrika, der eben nicht westlich geprägt ist, sondern ein authentisches Bild liefert.“ Für die musikalische Einstimmung sorgte eine Trommlergruppe unter Leitung von Dr. Henning von Puttkammer.