Zum erste Mal steigt eine Frau bei Attendorner Herrensitzung in die Bütt
14.02.2012 | 12:39 Uhr 2012-02-14T12:39:00+0100
Attendorn. Wortwitz, Musik und auch etwas fürs Auge bot die Herrensitzung der Kattfiller in Attendorn.
Wortwitz, Musik und auch etwas fürs Auge bot die Herrensitzung der Kattfiller in Attendorn. Unter dem Sessionsmotto „Jeder freut sich, wie werden 99“ zeigten sich die Kattfiller und ihr Programm aber überaus frisch und alles andere als eingestaubt.
Schon mit dem Einmarsch des Prinzen Andreas II. Brüser, der Jubelprinzen und des Elferrates sprang der Funke über und die Männer im Saal freuten sich auf die kommenden Stunden und die bunte Programmmischung. Nach dem tänzerischen Auftakt mit dem Marschtanz der Biggesterne gab es eine Premiere.
Mit „Hettwich vom Himmelsberg“, alias Anja Geuecke, ging zum ersten Mal eine Frau in der Attendorner Herrensitzung in die Bütt. Auf der Suche nach ihrem „Sichfried“, der auch zur Herrensitzung wollte, hatte sie so manches Döneken zu erzählen. So war sie vom Prinzen angetan, der so schöne Beine hat, dass er Strumpfhosenmodell werden könnte. Sie erzählte aus dem Nähkästen von der Reise des Elferrates nach Wien, wo die Pestprozession nachgespielt wurde und Jens S. eine Kostprobe seines tänzerischen Talentes an der Stange in der Straßenbahn gab.
Ebenfalls in die Bütt ging Fritz Hirling, eine Urgestein im Attendorner Karneval. Schon vor 50 Jahren war er zusammen mit seinem Vater zum ersten Mal in der alten Schützenhalle aufgetreten. Ganz so viele Jahre haben Andreas Schäfer als „Hampeiter vom Kattfiller-Merkur“ und Martin Schmelter als „Poskebruder“ in der Bütt noch nicht auf dem Buckel, aber auch sie wussten in ihren launigen Auftritten über viele kleine und große Missgeschicke zu berichten. Einen Besuch vom noch amtierenden Kinderprinzen Nicolas I. (Kemmerich) und seiner Garde war eine weiteres Highlight des Vormittags.
Nicht fehlen durften die karnevalistischen Musikeinlagen von den Gruppen „Sunspring“, den Klein Colinias, die wieder in ihrer Original-Besetzung auftraten, und aus Helden, der Gesangsgruppe „Wir“, die ebenfalls Premiere in Attendorn feierte. Mitsingen und mitschunkeln war bei ihren Auftritten angesagt. Als Doppelpack konnten „Die Pittermännche“ begrüßt werden. Mit ihrem Mix aus Gesang, Parodie und Comedy brachten sie den rheinischen Karneval ins Sauerland.
Die KG Rahrbach hatte in ihrem Programm eine Persiflage des „Süper Duett“ mit nach Attendorn gebracht. Nicht fehlen durften natürlich die Tänze. Die Regimentstöchter nehmen ihr Publikum bei ihrem neuen Schautanz mit nach Schweden und auch die Prinzengarde der Kolpingfamilie Olpe zeigte ihren neusten Tanz.
Vor dem Finale eroberte das Tanzcorps Blau-Weiß Vilkerath die Bühne. Diese Tänzer sind schon des Öfteren zu Gast in Attendorn gewesen und wissen immer wieder mit ihren spektakulären Darbietungen zu überzeugen, die durch ihre scheinbare Leichtigkeit und Akrobatik so manchen Zuschauer den Atem anhalten ließen.
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