Zu guter Letzt ein einstimmger Beschluss

Das "Operndorf" in Bukina Faso.
Das "Operndorf" in Bukina Faso.
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Was wir bereits wissen
Zu einer schwierigen Geburt wurde im Hauptausschuss der Beschluss zum Operndorf Attendorn. Die Verwaltung unter Bürgermeister Christian Pospischil (SPD) hatte eine Vorlage erarbeitet, die die tatkräftige Unterstützung der Gründung eines Initiativkreises vorschlug.

Attendorn..  Zu einer schwierigen Geburt wurde im Hauptausschuss der Beschluss zum Operndorf Attendorn. Die Verwaltung unter Bürgermeister Christian Pospischil (SPD) hatte eine Vorlage erarbeitet, die die tatkräftige Unterstützung der Gründung eines Initiativkreises vorschlug.

Der Dezernent II sollte in ein Gremium entsandt werden, das die Aktivitäten des Initiativkreises organisatorisch unterstützt. Das ging dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Gregor Stuhldreier zu weit. Außerhalb des Bürgermeister-Büros wird die SPD nicht richtig warm mit dem Operndorf.

Eine solche Initiative könne nur auf einer zivilgesellschaftlichen Ebene (Vereine, Verbände, Privatpersonen) entstehen. Wenn die Fragen hätten oder an der einen oder anderen Stelle Unterstützung nötig hätten, würden sie sich sowieso melden. Einen politischen Beschluss brauche es deshalb nicht. Deckungsgleich in diesem Punkt die Argumentation von Winfried Richard (UWG).

Für die SPD schlug Stuhldreier vor, statt sich in einem Initiativkreis zu engagieren, einen Arbeitskreis ins Leben zu rufen, der sich mit den Möglichkeiten einer Städtepartnerschaft beschäftigt und dabei die bereits bestehenden Kontakte von Schulen und Kirchengemeinden berücksichtigt.

Rückendeckung für seinen Antrag bekam Christian Pospischil von Birgit Haberhauer-Kuschel und Sebastian Ohm (beide CDU). Die CDU-Stadträtin beschrieb das Operndorf als ein faszinierendes Projekt, das Unterstützung verdiene. Es gehe ja auch nicht darum eine Städtepartnerschaft im traditionellen Sinne zu beginnen, sondern die Gründung eines Initiativkreises zu unterstützen: „Was dann daraus wird, muss man abwarten.“

Nur ein Schulterzucken?

Ähnlich Ralf Warias (FDP), der daran erinnerte, dass es eine offizielle Anfrage an die Stadt gegeben habe, und er kein gutes Gefühl habe, wenn aus Attendorn nur ein Schulterzucken käme. Er war dafür, „das Kind in den Sattel zu setzen. Reiten muss es dann alleine.“

Mit einer Warias-Kompromiss-Formulierung zum Beschlussvorschlag, der betonte, dass ein Engagement der Stadt lediglich Hilfestellung zu einer Gründung sein könne, konnten sich auch SPD und UWG anfreunden.