Zielvorgabe ist gelungene Integration

Olpe..  Seit 2015 nimmt das Christliche Jugenddorf (CJD) Olpe männliche Minderjährige auf, die ohne Eltern aus ihrer Heimat geflohen sind. Zurzeit werden 15 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zwischen 16 und 18 Jahren in zwei Gruppen am Standort Eichhagen betreut. Sie kommen aus Afghanistan, Guinea, Mali, Bangladesch, Pakistan und aus dem Kosovo. Ein Ziel der täglichen Arbeit ist eine möglichst gelungene Integration in die deutsche Gesellschaft.

Werte und Normen vermitteln

Zum Alltag der jungen Menschen gehören der Besuch der internationalen Förderklassen des Berufskollegs Olpe und regelmäßige Praktika in Werkstätten des Berufskollegs und in umliegenden Betrieben. Die gemeinschaftliche Wohnsituation bietet eine gute Grundlage, den jungen Menschen lebenspraktische Fähigkeiten zu vermitteln und sie in ihrer Sozialkompetenz zu stärken.

Sie erhalten Hilfe beim Erwerb der deutschen Sprache, bei behördlichen Angelegenheiten und der Gesundheitsversorgung. „Auf der Basis einer umfassenden Werte- und Normenvermittlung steht der Verselbständigungsprozess im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit“, erklärt Jens Ossendorf, Leiter der beiden Wohngruppen. Hierbei greift das pädagogische Konzept des CJD mit den vier Handlungsfeldern der Persönlichkeitsbildung: Religionspädagogik, Sport- und Gesundheitspädagogik, musische Bildung sowie politische Bildung.

Weiterer Mosaikstein

Dankbar ist Wolfgang Langenohl, Geschäftsführer für Sozialmarketing im CJD, den zahlreichen Spendern, die dafür gesorgt haben, dass es nun für alle jungen Menschen auf dem Campus des CJD einen Kraft- und Fitnessraum gibt. „Der Raum stellt neben den anderen Möglichkeiten wie den Klassen- und Musikräumen einen weiteren „Mosaikstein“ dar, mit dessen Hilfe spezielle Freizeitangebote entwickelt werden. Sie berücksichtigen den jeweiligen Entwicklungsstand eines jungen Menschen und ermöglichen im Zusammenhang mit der schulischen Bildung ein ganzheitliches Fördern und Fordern“, so Ossendorf.