Wenn’s zu schwer wird, hilft der Marktläufer

Foto: Funke Foto Services
Der Attendorner Wochenmarkt soll deutlich attraktiver werden. Schüler und Studenten mit Bollerwagen bringen künftig schwere Taschen vom Markt zum Auto.

Attendorn..  Der Attendorner Wochenmarkt soll deutlich attraktiver werden. Wie Kristin Meyer (Stadtteilmanagement und Demographie) bestätigte, soll am 9. Mai der Startschuss für eine ganze Reihe von Verbesserungen fallen, die dem Wochenmarkt sein in Teilen bestehendes „Flohmarkt-Image“ nimmt. Zu den markantesten Änderungen werden sogenannte „Marktläufer“ gehören, die älteren Besuchern oder Familien den Einkauf zum Auto transportieren.

Der Attendorner Wochenmarkt findet mittwochs und samstags von 7 bis 14 Uhr (April - Oktober) und 8 bis 13 Uhr (November - März) statt. 25 Stände verteilen sich auf den Alten Markt, Niederste Straße, Kölner Straße und Wasserstraße.

Non-Food dominiert

Kritisiert wird, dass die Non-Food-Artikel zunehmend das Sortiment dominieren. „Textilien, Handy-Hüllen, Billig-Spielwaren führen“, so Kristin Meyer, „zu keinem schönen Erscheinungsbild.“

Gleichfarbige Standverkleidungen

Das alles soll sich ändern. Aus gestalterischen Gründen werden möglichst keine Non-Food-Händler an den Eingängen der Wochenmärkte aufgestellt. Wünschenswert sei auch eine Veränderung in der Gestaltung der Stände. Gleichfarbige Standverkleidungen, so genannte Schürzen, könnten das Gesamterscheinungsbild optimieren. Außerdem soll ein Marktplan erstellt werden, der online einsehbar ist. Unter der Überschrift „Kundenbindung“ steht die so genannte „Markttasse“, mit der man in den umliegende Cafés Kaffee zum reduzierten Preis bekommen kann. Außerdem sind Themenwochen geplant wie zum Beispiel eine italienische oder internationale Woche.

Service ist kostenlos

Der Clou aber werden die Marktläufer sein. Schüler und Studenten sollen denjenigen, die nicht schleppen wollen oder können, den Einkauf mit dem Bollerwagen zum Auto bringen. Für Marktbesucher wird der Service kostenlos sein, die Marktläufer werden für ihren Service von der Stadt bezahlt. Gegen ein Trinkgeld spricht aber nichts.

Mit den Marktläufern reagiert die Stadt bereits auf das Innenstadtentwicklungskonzept, das bekanntlich vorsieht, Autos an den Rand der Innenstadt zu verbannen. Dauerparkplätze entstehen auf dem Feuerteich sowie im Kölner-, Niedersten- und Wassertor. Bis dort rollt dann der Bollerwagen.

An Attraktivität gewinnt der Wochenmarkt aber nicht nur allein durch einen verbesserten Service, auch das Angebot soll verbessert, das Sortiment verbreitert werden. So ist auch eine Händler-Akquise in Form einer Probezeit geplant. Vier Wochen können Wochenmarkthändler künftig gebührenfrei testen, ob Attendorn ein lohnender Standort für sie ist.