Wenn es Brei regnet...

Der Erfolg hat viele Väter (und Mütter), beim Misserfolg werden die Dinge gerne einem einzigen Sündenbock auf das mehr oder minder breite Kreuz gebunden. Zumindest im waldreichen Sauerland muss aber auch dieser nicht befürchten, in eine Wüste gejagt zu werden.

Beim längst internationalen Kampf um den Touristen – ganzjährig – kann man einen Dilettantismus wie jetzt in Oberhundem nicht nachvollziehen. Schon gar nicht akzeptieren. Sinkende Gästezahlen, weniger Übernachtungen. Laue Winter ohne Schnee. Lifte
und Schneeraupen verursachen trotzdem Kosten. Ohne Schnee bleiben die Wintersportler eben weg.

In den letzten beiden Jahren war ohne Schneekanonen ohnehin hier nichts los. Jetzt endlich – seit zwei Wochen – könnten die heimischen Touristiker mit den Pfunden wuchern. Eine traumhafte schöne Landschaft, perfekt gespurte Langlaufloipen. Und dann wird diese Chance verbaselt.

Wenn’s Brei regnet, sollte man einen Löffel in der Hand halten. In Oberhundem versenkt man stattdessen das komplette Essbesteck in 50 Zentimetern Schnee.