Wenn der Hut durch die Krone fliegt

Wenden/Elben..  Karl Stock gehört zu den engagierten Zeitgenossen, die einen Teil ihrer Freizeit in der freien Natur verbringen. Zu seinen Aufgaben zählt die Pflege der Streuobstwiese hinter dem Elbener Sportplatz. So kam es gerade gelegen, dass die Wendener Verwaltung ihn und die Ortsvorsteher aus der Gemeinde zu einem Seminar in der Pflege von Obstbäumen am Sportplatz in Elben eingeladen hatte. Die Grundkenntnisse, die die Teilnehmer im vergangenen Jahr erlangten, wurden in Theorie und Praxis erweitert.

Im Fokus des ersten Seminares standen der Ausrichtungs- und Erhaltungsschnitt. Friedhelm Geldsetzer, Pomologe und Fachmann in Sachen Obstbaumschnitt, stellte den Erziehungsschnitt in den Fokus des zweiten Seminares. Dabei ging es insbesondere um die Krone des Baumes bei Halb- und Hochstämmen. „Die Krone sollte so offen sein, dass man einen Hut durchwerfen kann, sonst kommt keine Sonne durch und die Früchte produzieren nicht genügend Vitamin C. Dann gibt es nur Schattenfrüchte“, erklärte der erfahrene Seminarleiter, der in den vergangenen Monaten von November bis April über 400 Kursteilnehmer in Südwestfalen zu seinen Seminaren begrüßte.

Bevor Friedhelm Geldsetzer auf der Streuobstwiese in Elben praktische Tipps im Umgang mit der Baumschere gab, stand eine zweistündige Theorie im Sportlerheim auf dem Programm.

Kevin Markus von der Gemeinde Wenden sagte, dass die Ortsvorsteher bei der Gemeinde Obstbäume bestellen können, die sie beispielsweise an Neugeborene verschenken. Das Seminar diente also auch dazu, den Empfängern Tipps zu geben und natürlich die Kenntnisse der Ortsvorsteher zu erweitern.