Weniger Parkplätze, mehr Kontrolle

Parken in Attendorn
Parken in Attendorn
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Was wir bereits wissen
Das Düsseldorfer Ingenieurbüro Runge und Küchler hat - wie berichtet - das Parkraumkonzept für die Attendorner Innenstadt vorgestellt.

Attendorn..  Das Düsseldorfer Ingenieurbüro Runge und Küchler hat - wie berichtet - das Parkraumkonzept für die Attendorner Innenstadt vorgestellt. Zwar wurde es von der SPD in wesentlichen Teilen schon wieder in Frage gestellt, bis zu einer weiteren parlamentarischen Debatte ist es aber Grundlage der Diskussion.

Wird es umgesetzt, werden sich Attendorner und Besucher umstellen müssen. Allerdings ist der von Hans-Rainer Runge präsentierte Entwurf einer Parkgebührenordnung im Vergleich zu anderen Städten noch ganz human. Runge schlägt vor: Das Parken innerhalb der Wälle soll je angefangener Stunde 60 Cent kosten, die Höchstdauer ist auf zwei Stunden begrenzt. Das gilt montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr.

Auf Parkplätzen und -decks am Rande der Wälle (z.B. Feuerteich) soll die erste halbe Stunde gebührenfrei sein, ab der 30. Minute kostet es 30 Cent pro Stunde, ab der zweiten Stunde 50 Cent. Die Parkhöchstdauer beträgt 24 Stunden, ein Tagesticket kostet 3,50 Euro. Der Geltungsbereich ist ebenfalls montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr.

Das Parken außerhalb der Wälle ist gebührenfrei, verlangt wird aber eine Parkscheibe, die Höchstdauer beträgt zwei Stunden.

Keine „Brötchentaste“

Als Grundsatz formulierte Hans-Rainer Runge: „Der Stadtraum innerhalb der Wälle ist zu wertvoll, um zukünftig kostenfrei für das Abstellen von Autos zur Verfügung zu stehen.“

Runge wendet sich auch gegen das kostenlose Kurzzeitparken mit der sogenannten „Brötchentaste“: „Diese Regelung wird vielfach missbraucht und ist nur schwerlich mit wirtschaftlichem Aufwand kontrollierbar ist. Ein besonderes Angebot für Kurzzeitparker für den „täglichen Bedarf“ bildet das Angebot des kostenlosen Parkens für maximal 30 Minuten an den Toren (Feuerteich, Bahnhof, Wassertor, Kölner Tor).“

Kritik übt Runge an der bisherigen Überwachung des ruhenden Verkehrs in Attendorn: „Wie die Erfahrung zeigt, werden Parkregelungen nur dann eingehalten, wenn diese auch regelmäßig durch die Ordnungsbehörden kontrolliert werden. Der hohe Anteil von Dauerparkern innerhalb der Wälle zeigt, dass dies in Attendorn bislang nicht effektiv gelingt.

Bei der Umsetzung des vorliegenden Parkraumkonzeptes ist die regelmäßige Kontrolle der Parkregelungen und die Ahndung von Verstößen die wesentliche Stellschraube für eine geordnete Parkraumnachfrage. Durch Verwarnungen mit entsprechenden Geldzahlungserfordernissen lässt sich das Parkverhalten der Parker beeinflussen. Um die Parkraumüberwachung konsequent und wirksam auszugestalten, ist von einem zusätzlichen Personalbedarf auszugehen.“

Umstellen werden sich auch die Besitzer von Anwohnerparkausweisen müssen. Der Bereich innerhalb der Wälle soll in vier in etwa gleich große Zonen geteilt werden, der Parkausweis wäre dann nur für eine der vier Zonen gültig. Es wäre zum Beispiel nicht mehr möglich, dass Anwohner der Breiten Straße kostenlos im Bereich Tangel parken – solange es dort überhaupt noch Parkplätze gibt.