Weitere Hilfe notwendig

Bild der Verwahrlosung..  In den Leserbriefen von Herrn Willi Allebrod aus Olpe und den Eheleuten Engel aus Lütringhausen wurde darauf hingewiesen, dass die Verhältnisse im Lütringhauser und Stachelauer Weg den Autoren seit 40 bzw. 50 Jahren bekannt sind und dass man bei Unannehmlichkeiten jeweils mit der Stadt Olpe kommuniziert habe und gemeinsam Lösungsvorschläge diskutiert habe. Auch seien diese Lösungsvorschläge umgesetzt worden. In dem Leserbrief des Herrn Allebrod äußerte er die Vermutung, dass es sich bei den vergangenen Besichtigungsterminen um eine PR-Aktion einzelner Politiker und der Bürgerinitiative gehandelt habe.


Bei den im Februar und März diesen Jahres durchgeführten Ortsterminen konnte jedoch nicht erkannt werden, dass es zu Lösungen durch Anwohner oder die Stadtverwaltung in den Häusern gekommen ist. Vielmehr zeigte sich in den Häusern mehrfach ein Bild der Verwahrlosung, was den Bürgermeister Horst Müller offensichtlich dazu bewogen hat, die Veröffentlichung der Bilder durch die Presse zu untersagen.


Von den Eheleuten Engel wurde bemängelt, dass sich in all den Jahren keine Bürgerinitiative um die Belange im Lütringhauser und Stachelauer Weg gekümmert hat. Sollte es denn nun der Wunsch der Anwohner dort sein, dass dieser Zustand des nicht kümmerns andauert oder wäre es sinnvoll, dass sich dort nach Bekanntwerden der Zustände Änderungen verwirklichen lassen? Auch mit Hilfe und Unterstützung der Politik und der Bürgerinitiative „Humanitäre Flüchtlingspolitik in Olpe“.


Die Besucher der Häuser haben jedenfalls erreicht, dass sich Mitgliedsbetriebe der Kreishandwerkerschaft bereits ein Bild der Häuser gemacht haben und dort erste Reparaturen durchgeführt wurden. Ein weiterer Fachbetrieb hat aufgrund der PR-Aktion zugesagt, Fliesenkleber und Fliesen zur Verfügung zu stellen. Ein Malerbetrieb und ein Sanierungsfachbetrieb haben ihre Unterstützung durch Einbringen von Arbeitskraft versprochen. Weitere Maßnahmen sind unbedingt notwendig und werden bereits am runden Tisch (Forum Integration) diskutiert und derzeit vorbereitet. Wenn Herr Allebrod den Hinweis gibt, dass die Mitglieder der BI, sozusagen als erste Maßnahme, Zimmer für Flüchtlinge freimachen sollen, dann möchte ich, als Mitglied der Bürgerinitiative, ihm an dieser Stelle das Angebot machen, mich in meinem Haus in Siegen zu besuchen. Wir haben dort in mehreren Wohneinheiten 17 Flüchtlinge, davon 4 Kinder, menschenwürdig (humanitär) untergebracht. Die Stadtverwaltung in Siegen spricht nämlich mit den Wohnungseigentümern und fragt Unterbringungsmöglichkeiten nach. So etwas würde man sich von der Olper Stadtverwaltung auch wünschen.


Aus meiner Sicht sind humanitäre Hilfeleistungen daher notwendig! Auch Herr Allebrod und die Eheleute Engel sind zur Mitwirkung herzlich eingeladen.



Wolfgang Maasjost, Olpe