Weinen über das Leid auf der Welt

Welschen Ennest..  Bekannt weit über die Grenzen des Kirchspiels Welschen Ennest hinaus ist die Statue „Weinender Jesus“. Auf Initiative des KAB-Urgesteins und Eine-Welt-Kreis-Mitglieds Werner Hesse griff im Jahre 1988 der Rahrbacher Holzschnitzer Heinz Schnüttgen zu Säge, Klüpfel und Schnitzbeitel, um die Skulptur zu schaffen.

Beeindruckende Ausstrahlung

Dem Künstler gelang eine Plastik von beeindruckender Ausstrahlung. Ein Porträt Jesu, der in seinem Gram das Leid der ganzen Welt zu tragen scheint. Doch damit waren Schnüttgen und Hesse noch nicht zufrieden. Barg der insgesamt 1,20 Meter hohe Lindenstamm doch Möglichkeiten für weitere Gestaltung. Und so fanden auf dem Schaft drei weitere Reliefs ihren Platz, die Hinweise geben, worunter Jesus leidet, warum er weint. Themen, die auch noch nach 30 Jahren nichts an ihrer Aktualität eingebüßt haben: der Embryo im Mutterleib als Sinnbild für den Schutz des ungeborenen Lebens das völlig abgemagerte Kind mit seinem leeren Essensnapf als Zeichen der Hungersnot auf der Welt sowie der Gefangene als Symbol für die menscheninwürdigen Zustände von Gefangenen in Haftanstalten und Flüchtlingen überall auf der Welt. Der Eine-Welt-Kreis hatte die Statue damals auf eine Tournee durch den Kreis Olpe geschickt. Hatte um Spenden für verschiedene Projekte und Einrichtungen gebeten.

Jetzt will Werner Hesse den Weinenden Jesus erneut auf eine Missionsreise durch das Südsauerland schicken. Am Palm-Sonntag traf die Statue iim Backstuben-Gottesdienst der Bäckerei Hesse auf große Beachtung.

Optischer Anziehungspunkt

Werner Hesse: „Die Holz-Skulptur eignet sich sicherlich hervorragend als optischer Anziehungspunkt für Meditationen und besinnliche Veranstaltungen. Ob Kirchengemeinden oder Schulklassen, Frauengemeinschaften oder Kommunionkinder oder Firmlinge – wer Interesse daran bekundet, kann sich die Jesus-Statue bei mir in Welschen Ennest ausleihen. Interessenten können Kontakt zu mir aufnehmen unter 02764/511.“