Was für die Fastnacht tun

Und wieder richtet sich mein Blick
auf das, was jüngst gescheh’n zurück.

Im Wendschen gab’s eine Premiere.
Der Bürgerbus gab sich die Ehre,
fuhr in der Bins die Dörfer an,
das hatt’ er vorher nie getan.
Bebbingen, Büchen, Schwarzbruch, Huppen,
wenige Häuser, Ställe, Schuppen
fährt an nunmehr Linie drei,
an Tagen in der Woche zwei.
Ortschefin Engel war beim Start
und nahm teil an der Jungfernfahrt.

Thomas Dolanc aus Attendorn
stand 18 Jahre lang ganz vorn
als Zugleiter im Karneval.
Nun hört er auf, es war einmal!
Sein Fazit, jüng’re Leute nun
sollen was für die Fastnacht tun.
Den „Wust“ an Sicherheitsauflagen
den wollte er nicht mehr ertragen.
Umsetzung fiel nicht immer leicht,
da sei die „Schmerzgrenze“ erreicht.

Glaubt man dem Wort „Himmlischer Seifen“,
dann ist der Streit nicht zu begreifen.
Privat wurden dort unbestritten
städtische Linden kahlgeschnitten.
„Verstümmelt“, sagt der Bauhof jetzt,
die Bäume sei’n total „verletzt“.
Und die Moral von der Geschicht:
Bäume erhalten, das wär’ Pflicht!

St. Bürokratius läßt grüßen,
denn alle Ehrenämtler müssen
jetzt einen Nachweis führen, bringen,
ob sie sich Mindestlohn verdingen.
So wird im Kreis hier unbedacht
Vereinsarbeit kaputt gemacht.
Bedenken werden ignoriert,
wurd’ das schon in Berlin notiert?
Da hat die „Groko“ was beschlossen,
ist über’s Ziel hinausgeschossen.
So treibt sture Bürokratie
das Ehrenamt schnell „in die Knie“.

Das war es wieder hier und heute.
Bis nächste Woche, liebe Leute.

Ot