Vortrag: Kann man das Sterben lernen?

Altenhundem..  Der Verein „Hospiz zur hl. Elisabeth“ setzt seine Vortragsreihe „Hospizforum“ mit einer Veranstaltung am kommenden Donnerstag zu ethischen Fragen am Lebensende fort. Als Referent des Abends konnte der langjährige Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar, Prof. Dr. Heribert Niederschlag, gewonnen werden.

Prof. Niederschlag, gebürtiger Ottfinger, hat sich in seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit immer wieder mit Fragen des Gewissens sowie mit der Spiritualität im Leben und Sterben beschäftigt. Er leitet das Ethik-Institut der Hochschule Vallendar und ist darüber hinaus Vorsitzender des Ethikrates im Bistum Trier.

Der zunächst befremdlich wirkende Titel des Vortrags gewinnt an Bedeutung, wenn man weiß, dass sich immer schon Philosophen und andere Gelehrte mit der Frage des „guten Sterbens“ als Abschluss eines „guten Lebens“ beschäftigt haben und dessen Gelingen als Kunst (ars moriendi) bezeichnet haben.

Zu allen Zeiten, in allen Kulturen und in allen Systemen beschäftigten sich Menschen mit dem Tod als der treibenden, fundamentalen Kraft der menschlichen Existenz. Der Tod stellt für viele die größte Kränkung dar, er ist eine Macht wie keine andere: unentrinnbar, unerfahrbar, unabdingbar, absolut – und ein Leben lang unmittelbar oder doch mittelbar präsent. Diese Wahrheit drückte Samuel Beckett so aus, dass das Leben des Menschen nichts anderes sei als der Geburtsschrei des Neugeborenen über dem offenen Grab.

Der Vortrag ist somit sicherlich eine Bereicherung für alle in der Pflege hauptberuflich oder ehrenamtlich Tätigen, natürlich aber auch alle für anderen Interessierten eine Gelegenheit, sich aus kompetenter Sicht Anregungen und Impulse geben zu lassen.

Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 21. Mai 2015, um 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses Lennestadt in Altenhundem. Der Eintritt ist wie immer frei, im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zu Diskussion und Meinungsaustausch.