Vorauseilender Gehorsam

Das neue Jahr nimmt seinen Lauf,
da greif’ ich ein paar Themen auf.

Horst Müller gab ein Interview

im alten Jahr noch, er gab zu,
dass im Oktober dieses Jahr
sein BM-Amt Geschichte war.
Seit achtzehn Jahren war er dann
der Kreisstadt Olpe erster Mann.
Im Ruhestand will er viel reisen,
er zählt noch nicht zum „alten Eisen“,
denn dazu sagt er frei und frank,
„Kein Krückstock, keine Ruhebank“.

Zum Jahreswechsel ist es Brauch;
die andern Bürgermeister auch
des Kreises gaben aus manch Ziel,
wie Brüser, Hundt und Pospischil.
Auch Heß und Theo Hilchenbach
wünschten uns Gutes Tag für Tag.
Auch der Reinery von Kirchhundem
wurd’ in der WP gefunden.
Schulden und Steuern wiegen schwer.
das belastet sicher sehr.

Des Kreises Bürgermeister alle
einschließlich Verwaltung in dem Falle
sie zeigen uns, was zweifelsfrei
„vorauseilender Gehorsam“ sei.
Was Arnsberg will, wird akzeptiert,
und niemand, der interveniert!
Bei Windradplänen wird geduckt,
nicht protestiert, nicht aufgemuckt.
Zählt’s Land der „tausend Berge“ bald
tausend Windräder hier im Wald?

Er bringt dem Kreis viel Renommee,
seit fünfzig Jahr’n, der Biggesee.
Nach einer Bauzeit von acht Jahren,
so konnt’ der Leser jetzt erfahren
begann der Stau, man fand es toll,
das Biggebecken war bald voll.
Im Biggetale, Menschen viel’
gaben dort auf ihr Domizil.
Und heut’, in neuen Dörfern schön,
sie auf die Bigge-Sperre seh’n.
Einige profitierten sehr
vom boomenden Fremdenverkehr.
Die Dörfer im versunk’nen Tal
sind Historie, „Es war einmal“.

Caspar, Melchior, Balthasar!
Als Sternsinger auch dieses Jahr
zogen sie durch Stadt und Land
und öffneten manch’ Spenderhand.
Die Spenden sollen diesmal dienen
den Kindern auf den Philippinen.
Vielen Dank euch, Mädchen und euch Jungen
euer Engagement ist gut gelungen.

Den Stadtpokal gewann mit Schwung
die Olper Spielvereinigung.
Zehn Spiele gab’s, die sie gewann,
das zeigt, was diese Mannschaft kann.
Gelingt ihr noch die Meisterschaft,
dann hat den Aufstieg sie geschafft.
Drum wünschen wir im neuen Jahr,
macht endlich mal den Aufstieg klar!

Im Kreise ist man sehr empört,
der „Jagdfrevel“ war unerhört.
Die Tötung von zwei Schwänen gar
erschütterte die Leserschar.
Was diese Damen sich gedacht,
die Schwänen den „Garaus“ gemacht
ist unverzeihlich; doch wird jetzt
ein neuer Schwan dort ausgesetzt.
Den Damen sollte ohne Fragen
man streichen die Lizenz zum Jagen.


Das war es wieder hier und heute.
Bis nächste Woche, liebe Leute.