Vor allem laut

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In einer Lautstärke, die - zumindest zeitweise - auch für Schwersthörgeschädigte problemlos zu verfolgen gewesen wäre, verlief am Dienstagabend die Diskussion um die Gesamtschule Finnentrop.

Finnentrop..  In einer Lautstärke, die - zumindest zeitweise - auch für Schwersthörgeschädigte problemlos zu verfolgen gewesen wäre, verlief am Dienstagabend die Diskussion um die Gesamtschule Finnentrop. Christian Vollmert (FÜR) hatte die schlechten Anmeldezahlen in diesem Jahr zu einer Generalabrechnung mit dem Bürgermeister genutzt und ihm ein „unerträgliches schulkommunalpolitisches Desaster“ vorgeworfen.

Auf Dauer ausreichend?

Ohne Not habe er 2011 mit Haupt- und Realschule zwei gut funktionierende weiterführende Schulen auslaufen lassen und die Gesamtschule durchgedrückt. Dabei hätte schon 2010/11 klar sein müssen, dass die Schülerzahlen auf Dauer in Finnentrop nicht ausreichen würden: Wohlweislich habe der Bürgermeister die Schulentwicklungspläne bis zum Schuljahr 2017/18 damals nicht zur Grundlage der Entscheidung gemacht.

Nie weniger als 150 Abgänger

Bürgermeister Heß widersprach entschieden und erinnerte daran, dass der Beschluss zur Gesamtschule einstimmig bei nur einer Enthaltung (aus den Reihen der CDU) gefallen sei. Auch die Zahl der Abgänger aus den vierten Klassen der Grundschulen stelle die Gesamtschule weder aktuell noch in der absehbaren Zukunft infrage: „Wir sinken nie unter 150 Schüler, haben teilweise sogar über 170 Abgänger.“

Nachteile entstünden Finnentrop aus dem Deal zwischen Bezirksregierung, Lennestadt und Kirchhundem, der dazu geführt habe, dass es in Lennestadt eine Sekundarschule und die Realschule gebe. „Wenn wir Mumm hätten“, so Heß, „würden wir das gerichtlich überprüfen lassen.“

„Wenn wir Mumm hätten“

Redner von CDU, SPD und UWG kritisierten vor allem, dass durch die jetzt losgetretene Diskussion das Image der Gesamtschule leide. Petra Krempel (UWG): „Ich finde es schade, dass wir die Schule hier schlecht machen. Es gibt viele gute Gründe für die Schule. Wenn wir das den Eltern nicht klar machen, fahren wir sie vor die Wand.“ gus