Von der Kanzel auf die Hantelbank

Was wir bereits wissen
Die letzten Tage im Pastoralverbund Attendorn sind für Vikar Jörg Heinemann angebrochen.

Attendorn..  Die letzten Tage im Pastoralverbund Attendorn sind für Vikar Jörg Heinemann angebrochen. Sein Abschied naht nach fünf Jahren, in denen er sich viele Sympathien erworben hat. Man wird ihn vermissen: seine erfrischenden Gottesdienste, seine guten Predigten, seine Teilnahme an den Traditionen, ob Karneval, Ostern oder auch Schützenfest. Der jetzt 34-Jährige ist gerne unter den Menschen und feierte selbst die Vollendung seines 30. Lebensjahres in der Öffentlichkeit und zwar in der Prunksitzung am Großsonntag in der Stadthalle. Karneval kannte er in der Form noch nicht, und so ließ er seine poetische Ader spielen und verfasste zu Karneval eine Büttenrede, die er in der Messe statt Predigt vortrug oder auch beim Frauenkarneval der kfd in der Stadthalle zum Besten gab. In der Vorabendmesse am heutigen Samstag um 17 Uhr ist die Verabschiedung durch Dechant Andreas Neuser und anschließend besteht die Möglichkeit zum Austausch und Getränk in „Pastors Garten“. Unsere Zeitung sprach mit dem bekennenden Fan von Bayer Leverkusen.

Sagen Sie uns etwas zu Ihrer neuen Aufgabe.

Jörg Heinemann: Ich übernehme eine halbe Stelle in der Liebfrauengemeinde in Hamm (Pastoralverbund Hamm-Süd). Außerdem beginne ich eine Promotion in Prediktlehre an der Universität in Bonn.

Sie sind als Vikar fünf Jahre geblieben. Hatte das Gründe ?

Aufgrund eines Mitte Juli zu Ende gehenden Studiums - Master in Rhetorik an der Universität in Regensburg - wurde meine Zeit von vier auf fünf Jahre verlängert.

Die Aufgaben im großen Pastoralverbund Attendorn waren sicherlich vielfältig.

Neben den Standards, Gottesdienste aller Art, habe ich mich um die Messdienerarbeit in Attendorn gekümmert, wir haben jetzt über 120 Messdiener. Erstkommunion-Vorbereitungen in Attendorn, Windhausen/Lichtringhausen gehörten dazu, sowie auch die Firmvorbereitung und die Pfarrnachrichten/Homepage. Einmalige Erlebnisse waren die Pastoralverbundsfahrt zum Weltjugendtag nach Madrid sowie die Fahrten mit den Messdienern aus Neu-Listernohl nach Rom und Santiago de Compostella. Bei der jährlichen ersten Übung der Feuerwehr Attendorn habe ich gerne den Gottesdienst gefeiert.

Bei Ihrer Vorstellung durch Pfarrer Vorderwülbeke im Schützenhochamt 2010 hat er Worte seines Vorgängers Klinkhammer hinzu gefügt, der einmal gesagt hatte „bisher hat es noch jedem Vikar in Attendorn gefallen“. War das denn wirklich so?

Total, obwohl ich zuerst nicht damit gerechnet habe. Aber ich bin hier auf ein tolles Team gestoßen. Die Chemie stimmte. Ich habe mich hier richtig zu Hause gefühlt.

Was ist Ihnen denn negativ an der Hansestadt aufgestoßen?

Bei Problemen ist man hier zu kritisch mit sich selbst.

Sind Sie ein Spätberufener ?

Ich bin nicht ganz frühberufen, denn ich habe vor meinem Theologiestudium zwei Jahre molekulare Biotechnologie studiert.

Kochen Sie selbst ?

Leidenschaftlich gerne, wenn ich Gelegenheit dazu habe.

Mögen Sie Pizza oder Curry Wurst mit Pommes gerne ?

Beides.

Sind Sie auch sportlich unterwegs ?

Ich mache Krafttraining und gehe viel Joggen.