Volksbank kann gute Zahlen präsentieren

Kreis Olpe..  „Von herausragender Bedeutung ist die Entwicklung des Mitgliederbestandes“, hob Bankdirektor Lambert Stoll anlässlich der Vertreterversammlung der Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen hervor, in der auch die wirtschaftliche Entwicklung der Bank 2014 im Blickpunkt stand. Mit Gerlinde Reif wurde in 2014 immerhin das 21 000. Mitglied aufgenommen, zum Jahresende belief sich die Mitgliederzahl auf stolze 21 214.

Stoll unterstrich auch die Kontinuität in der Dividendenzahlung: Seit Jahren werde trotz des niedrigen Zinsniveaus eine Dividende von 5,5 Prozent an die Mitglieder ausgeschüttet.

Auch der Zuspruch bei den Kundeneinlagen nehme zu. Der Anstieg auf 438 Mio. Euro entspreche einer Steigerung von 7,3 Prozent. In Zeiten schrumpfender Zinsen und Renditen werte die Bank das als besonderen Vertrauensbeweis.

Langzeitauswirkungen aus einem möglichen Nullzins-Szenario verdeutlichte Stoll an einem kleinen Rechenbeispiel. Ein 30-Jähriger, der monatlich 100 Euro für einen Zeitraum von 35 Jahren auf die Hohe Kante lege, habe in der Vergangenheit bei einem Durchschnittszins von etwa 3 Prozent ein Kapital in Höhe von rund 71 700 Euro herausbekommen. Bei einer Null-Verzinsung seien dies nur 42 000 Euro, also nahezu 30 000 Euro weniger. Betroffen seien vor allem junge Menschen bei der Altersvorsorge.

Mit Blick auf das Kreditgeschäft stellte der Bankdirektor fest: „Dem einen sein Leid, dem anderen seine Freud“ oder „Zinsen zum Grinsen“. Die Kundenkredite hätten sich um rund 31 Mio. Euro erhöht, was einer Steigerung von 9,2 Prozent entspreche. Egal, ob für Hausbau, Kauf, Renovierung oder Modernisierungen oder für gewerbliche Investitionen, es sei kräftig investiert worden.

Starke Immobilienvermittlung

Stoll: „Diese sehr gute Entwicklung führen wir auf das niedrige Zinsniveau, auf das gute konjunkturelle Umfeld der Industrie sowie auf die positiven Rahmenbedingungen und Strukturen unserer drei Kommunen Olpe, Wenden und Drolshagen zurück.“

Neuerlich gesteigert worden seien auch die Erträge in der Immobilienvermittlung. Der Drang zu Sachinvestitionen, vor allem in Immobilien halte unvermindert an.

Vorantreiben, so Stoll, wolle die Bank auch ihre Aktivitäten im Immobiliengeschäft - beim Ankauf von Grundstücken, deren Bebauung, der Schaffung von Wohneigentum sowie deren Veräußerung.

In den Abstimmungen waren Entlastungen von Vorstand und Aufsichtsrat Formsache, sie erfolgten einstimmig. Gerhard Geuecke schied aus Altersgründen aus dem Aufsichtsrat, Aufsichtsratschef Willy Müller bedankte sich für die langjährige Mitarbeit seines Stellvertreters.