Vier Sterne und ein Gütesiegel als Beweis für gute Kindergarten-Arbeit

Kreis Olpe..  In wirtschaftlichen Betrieben ist das Qualitätsmanagement schon lange Routine. Doch auch immer mehr soziale Einrichtungen stellen sich aufwendigen Qualifizierungsprozessen, um mit einem Zertifikat ihre gute Arbeit unter Beweis stellen zu können. So zum Beispiel die fünf Einrichtungen in der Trägerschaft der Katholische Kindertageseinrichtungen Siegerland-Südsauerland (KITS) gem. GmbH, die jetzt im Rahmen einer Feierstunde verschiedene Auszeichnungen des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) bekamen.

Systematische Entwicklung

Im Kreis Olpe waren dies das Familienzentrum St. Johannes Baptist Welschen Ennest sowie die katholischen Kindergärten St. Antonius Einsiedler Rönkhausen, St. Joseph Bamenohl und St. Josef Heggen. Sie erhielten das Gütesiegel nach DIN EN ISO 900.

Hans-Gerd Mummel, Geschäftsführer der KITS gem. GmbH, betonte, dass die systematische Qualitätsentwicklung eines der zentralen Ziele sei. Er begrüßte die zahlreichen Gäste im Sporthotel Wacker in Brün, darunter die Kita-Leitungen mit ihren Mitarbeiterinnen und Qualitätsbeauftragten, Vertreter der Kirchengemeinden und Klaus Kinkel als Vertreter des Kreises Olpe. „Wir können stolz sein, dieses Ziel erreicht zu haben. Es sind noch nicht viele katholische Einrichtungen so weit wie wir“, so Mummel.

Genau genommen sind es deutschlandweit derzeit 72 von 8000 Einrichtungen, die dem KTK-Bundesverband angegliedert sind, wie Magdalena Wilmanns vom Bundesverband in ihrem Grußwort unterstrich. Für Pfarrer Friedhelm Rüsche als Vorsitzender des Verwaltungsrates der KITS hat dieser Qualifizierungsprozess großen Sinn, da er alle Bereiche abdecke, auf die es in einem Kindergarten ankomme.

Sehr positive Ergebnisse

Anita ter Veen-Buß war als Vertreterin von „Zertsozial“ zur Feierstunde gekommen. Das Zertifizierungs- und Prüfungsinstitut für Soziales, Gesundheit, Bildung und Sport war in die Vergabe des Gütesiegels involviert.

Sie lobte die sehr positiven Ergebnisse des Qualifizierungsprozesses. Alle Einrichtungen würden keinerlei Probleme mit den veränderten Anforderungen der zuständigen ISO-Norm haben, die bis September 2018 umgesetzt werden müssen.

Veronika Schneider vom Diözesan-Caritasverband, der die Einrichtungen im Qualifizierungsprozess unterstützt hat, lobte den hohen persönlichen Einsatz und die viele Arbeit, die alle Beteiligten geleistet hätten. Im Mittelpunkt der Qualitätsentwicklung müsse immer das Kind mit seiner Persönlichkeit stehen, sagte sie.

Manuela Reuter, Leiterin der Kita in Bamenohl, hatte für ihre Kolleginnen eine Überraschung: Jede Einrichtung bekam eine in den Leitfarben der KITS gestaltete, lilafarbene Holzplatte mit vier leuchtend gelben Sternen überreicht. Die begrüßen die Besucher der Kita in Bamenohl schon seit einigen Wochen und werden nun auch einen Ehrenplatz in den anderen Einrichtungen finden.